Landeskirche unterstützt Bildungsarbeit in den Krisenregionen Nordkenias

Evangelische Landeskirche Württemberg

Am 1. September weihten Oberkirchenrat Ulrich Heckel und Synodalpräsidentin Christel Hausding ein Gästehaus der Anglikanischen Kirche in der Diözese Marsabit in Nordkenia ein. In dieser von Dürre, Armut und Stammeskonflikten geprägten Region Afrikas werden zukünftig Fortbildungen und Seminare angeboten. Seit 30 Jahren unterstützt die Landeskirche Projekte im Bereich der Friedens- und Frauenarbeit und fördert die theologische Ausbildung von Evangelisten und Pfarrern.

In einem Gespräch mit dem anglikanischen Erzbischof Dr. Elud Wabukala ging es um die mögliche Zusammenarbeit beim Aufbau einer Universität unter anglikanischer Trägerschaft. Neben Erziehungs- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächern soll auch das bereits bestehende theologische Ausbildungszentrum St. Andrews in Kabare unterstützt werden. Oberkirchenrat Prof. Dr. Heckel hielt an diesem College zur Semestereröffnung eine Vorlesung über die Bedeutung der Taufe für die Ökumene. Dabei machte er deutlich, dass die Taufe das Sakrament der Einheit ist, das Christen und Kirchen auch über unterschiedliche kulturelle und gesellschaftliche Lebensverhältnisse hinweg verbindet. Der Dekan der Hochschule dankte der Landeskirche für die langjährige inhaltliche und finanzielle Unterstützung im Bereich der theologischen Ausbildung.

In einem Gespräch mit den Bischöfen der Mount Kenia Region wurde über die Möglichkeit von Austauschprogrammen gesprochen. Die anglikanischen Kirchenführer boten an, eine Evangelistin oder einen Evangelisten für einige Jahre in die Landeskirche zu entsenden. Von Seiten der dortigen Kirchengemeinden besteht ein großes Interesse an Freiwilligen, die für eine bestimmte Zeit in einem Kirchenprojekt in Kenia mitarbeiten. Die kirchlichen Ausbildungsstätten haben außerdem Interesse, Studierende für ein Auslandsemester aufzunehmen.  

Die Anglikanische Kirche in Kenia hat ca. sieben Millionen Mitglieder in 33 Diözesen. Sie geht auf die beiden württembergischen Missionare Ludwig Krapf und Johannes Rebmann zurück, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts das Evangelium nach Kenia gebracht haben. In der Kathedrale von Nairobi werden sie in einer Fensterreihe mit den Evangelisten als Kirchenväter Kenias gewürdigt.

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