Zeigen wie wertvoll Jugendarbeit ist

Evangelische Landeskirche Württemberg

Leinfelden‐Echterdingen/Stuttgart. Bei der Delegiertenversammlung des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg hat Staatssekretär Ingo Rust (SPD) die 150 Vertreter der evangelischen Jugendarbeit aufgefordert, Abgeordnete in ihr Jugendwerk oder ihren CVJM einzuladen. Er machte ihnen Mut, deutlich darzustellen, was Jugendarbeit bewirkt.

„Die Jugendarbeit ist die beste Schule für jede Führungsposition. Dort lernt man Sozialkompetenz und Konfliktfähigkeit, eine klare Ansage zu machen und seine Position vor einer Gruppe zu vertreten“,  sagte Rust. Mit 14 Jahren begann sein ehrenamtliches Engagement in der kirchlichen Jugendarbeit. Noch heute ist er Vorsitzender der Bezirkssynode des evangelischen Kirchenbezirks Marbach am Neckar. Inzwischen hat Ingo Rust auch Karriere in der Politik gemacht und ist „Vize‐Minister“ im baden‐württembergischen Ministerium für Wirtschaft und Finanzen. Rust räumte bei der Veranstaltung auf Nachfrage eines Delegierten ein, dass bei der grün‐roten Landesregierung bisher wenig Konkretes zur Förderung der Jugendarbeit passiert sei. Das Thema stehe aber auf der Tagesordnung. Es werde aber in den nächsten Monaten ein hartes Ringen um die Gelder in der Bildungspolitik geben. Deshalb forderte er die Vertreter des größten konfessionellen Jugendverbands in Baden‐Württemberg auf, Politiker in Gremien und zu Freizeiten einzuladen und ihnen konkret zu zeigen, wie wertvoll evangelische Jugendarbeit sei.
 
Jugendarbeit und Politik gehören zusammen

In seinem Impulsreferat nahm Rust Bezug zu den ejw‐Zielen „Wir begegnen jungen Menschen in ihren Lebenswelten und laden sie zu einem eigenen Glauben an Jesus Christus ein. Wir befähigen junge Menschen zur Übernahme von Verantwortung und begleiten sie dabei. Sie gestalten Jugendarbeit, Kirche und Gesellschaft im weltweiten Horizont.“ Da Politik die Lebenswelt junger Menschen beispielsweise in der Schule, in der Familie oder in der Ausbildung beeinflusse, sei es wichtig für die Jugendarbeit, auch die politische Welt zu kennen. Jugendarbeit müsse in der Gesellschaft präsent sein und die Gesellschaft müsse wissen, was die Jugendarbeit macht. Die evangelische Jugendarbeit habe die Aufgabe, Sprachrohr für Kinder und Jugendliche zu sein und ihre Interessen zu vertreten. Deshalb müsse sich die Jugendarbeit zu Wort melden und die Gesellschaft mitgestalten. Rust verwies darauf, dass Abgeordnete ein eigenes Interesse daran hätten, bei interessanten Terminen vor Ort dabei zu sein. „Jugendarbeit ist vor Ort und gewählt wird auch vor Ort“. Somit würde die Jugendarbeit den Politikern die Möglichkeit geben, in Kontakt mit den Wählern zu kommen.
 

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