Entscheidungen treffen für das eigene Sterben

Evangelische Landeskirche Württemberg

"Auch mir fällt es nicht leicht, eine Patientenverfügung auszufüllen. Die Gedanken an den eigenen Tod verdrängen wir alle gerne." mit diesem persönlichen Bekenntnis eröffnete Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July sein Referat. Dennoch sei es wichtig, sich Gedanken darüber zu machen, welche Entscheidungen wir für unser eigenes Sterben treffen möchten. Denn oft könnten die Menschen später nichts mehr entscheiden, weil sie vielleicht schon im Koma liegen.

Zusammen mit dem Esslinger Bundestagsabgeordneten Markus Grübel hatte der Evangelische Kirchenbezirk Esslingen ins Plochinger Gemeindehaus eingeladen, um über die so genannte "Christliche Patientenverfügung" zu informieren.

Landesbischof July betonte, dass nach christlichem Verständnis der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen sei. Deshalb sei es Christen auf der einen Seite nicht erlaubt, aktive Sterbehilfe zu geben, auf der anderen Seite sollte man ein Menschenleben, das dem Tod geweiht sei, auch in Würde sterben lassen. Was ein "Sterben in Würde" genau bedeute, darüber solle sich jeder Gedanken machen, sich mit seinen Angehörigen austauschen und seinen Willen möglichst klar dokumentieren. Dabei könne das Formular der "Christlichen Patientenverfügung" Hilfestellung geben.

MdB Markus Grübel erläuterte anschließend die Besonderheiten der christlichen Patientenverfügung. Sie gehe davon aus, dass Koma und schwere Demenz noch nicht zum eigentlichen Sterbeprozess gehörten. Deshalb müsse man sich sehr genau überlegen, ob man für diesen Fall überhaupt Regelungen für sich selber treffen wolle.

Auf jeden Fall sei es wichtig, dass man mit einer Person seines Vertrauens darüber spreche, damit bekannt ist, welche Regelungen man persönlich  treffen möchte.

Weitere Informationen zur http://Christlichen Patientenverfügung

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