18. Stuttgarter Vesperkirche hat begonnen

Evangelische Landeskirche Württemberg

„Armut ist kein Naturphänomen, sondern von Menschen gemachte Realität“, sagte die Leiterin der Vesperkirche, Stuttgarts Diakoniepfarrerin Karin Ott, in ihrer Predigt. Armut bedeute nicht nur den Mangel an Geld, sondern den Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe. Arme sollten deshalb nicht als Almosenempfänger betrachtet werden, sondern als Menschen, die ein Recht auf Hilfe haben. Armut beschäme nicht nur die Armen, sondern „uns alle, die wir Armut zulassen“.

Sieben Wochen lang, bis zum 3. März, wird die zentral gelegene Leonhardskirche zum „Zuhause auf Zeit“ für viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter. Bis zu 800 Gäste erwarten die Organisatoren täglich. Neben einem warmen Mittagessen gibt es Konzerte und Lesungen, Beratung, Frisör, medizinische Betreuung und vieles mehr.

Kultur in der Vesperkirche

 

Die Stuttgarter Hymnus-Chorknaben gestalteten den Gottesdienst festlich. Mit einem Konzert des Villa-Berg-Quartetts endete der erste Vesperkirchtag 2012. Die Reihe „Kultur in der Vesperkirche“ wird kommenden Sonntag mit dem Knabenchor Collegium Iuvenum Stuttgart fortgesetzt. Der Eintritt zum Konzert ist frei, Spenden sind willkommen.

Hintergrund

Die Stuttgarter Vesperkirche wurde 1995 als gemeinsamer Lebensort für Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten vom damaligen Diakoniepfarrer Martin Friz gegründet. Nach Stuttgarter Vorbild gibt es inzwischen 25 Vesperkirchen in Baden-Württemberg. Heute leitet Diakoniepfarrerin Karin Ott die Stuttgarter Vesperkirche. Die Vesperkirche finanziert sich aus jährlich 240 000 Euro Spenden, 560 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ermöglichen das Projekt.

Alle Infos zum Kulturprogramm und zur Vesperkirche unter http://www.vesperkirche.de.

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