Grundstein für Reutlinger Stadthaus Stadtmitte gelegt

Evangelische Landeskirche Württemberg

„Mittendrin, nicht außen vor“ – dieses Motto passe nicht nur zum geplanten Alten- und Pflegeheim „Stadthaus Stadtmitte“, sondern auch zur BruderhausDiakonie als dessen Träger, erklärte der Vorstandsvorsitzende Pfarrer Lothar Bauer bei der Grundsteinlegung am Freitag, 22. Juli. Der Reutlinger evangelische Prälat Professor Dr. Christian Rose lobte: „Da, wo alle leben, da sollen auch die leben, die auf der letzten Wegstrecke ihrer Erdentage sind.“

 

Am ebenso traditionsreichen wie zentralen Standort der BruderhausDiakonie direkt gegenüber der neuen Stadthalle am Wandelknoten haben damit die Bauarbeiten begonnen für das neue „Stadthaus Stadtmitte“. Innerhalb der nächsten zwei Jahre entsteht ein über Eck gebauter, vierstöckiger Neubau mit 72 Wohn- und Pflegeplätzen für ältere Menschen sowie 22 betreuten Zwei- und Drei-Zimmer- Seniorenwohnungen. Im Dachgeschoss wird ein Fachpflegeheim der Behindertenhilfe Neckar-Alb mit 14 Plätzen eingerichtet. Im Erdgeschoss entstehen 15 Tagespflegeplätze für Senioren und 36 Plätze für behinderte Senioren sowie eine Begegnungsstätte. „Zwischen Alten- und Behindertenhilfe wird nur so weit getrennt, wie es die geltende Rechtslage erfordert“, erklärte der Sozialdezernent des Landkreises Reutlingen, Andreas Bauer. Zu den auf gut 16 Millionen Euro kalkulierten Baukosten steuere das Land Baden-Württemberg zwei Millionen und der Kreis Reutlingen 932.000 Euro bei. BruderhausDiakonie-Vorstand Günter Braun betonte, dies sei das größte Einzelprojekt seit vielen Jahren.

 

 „An einem Premium-Ort wie diesem legen wir nicht nur auf das Innere Wert, sondern auch auf das Äußere“, sagte die Reutlinger Oberbürgermeisterin Barbara Bosch in ihrem Grußwort: So habe auf Vermittlung der Stadt der Architekt der neuen Stadthalle, Max Dudler, die Fassade des vom Esslinger Architekten Volker Rüf entworfenen Stadthauses Stadtmitte überarbeitet, um an markanter Stelle eine bauliche Einheit zu schaffen. Prälat Dr. Rose erinnerte an den Diakonie-Pionier und Bruderhaus-Gründer Gustav Werner, dessen Wirken in Reutlingen am heutigen Bauplatz begonnen hat: „Vielleicht können wir das Erbe Gustav Werners auch dadurch bewahren, dass wir seinen Geburtstag am 12. März zum Gustav-Werner-Tag erheben und uns an diesem Tag besonders einsetzen für diejenigen, die sich nach Teilhabe sehnen.“ So könne man zum 203. Geburtstag Gustav Werners im kommenden Jahr 203 Minuten eigener Lebenszeit für andere einsetzen: „Ich bin bereit mitzumachen und halte in meinem Kalender am 12. März 2012 drei Stunden und 23 Minuten dafür frei“, versprach der Prälat.

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