"Kinder haben ein Recht auf Zukunft"

Evangelische Landeskirche Württemberg

Fellbach, 25. März 2011. „Kinder haben ein Recht auf Zukunft und wir haben die Verantwortung dafür“, sagte Oberkirchenrat Werner Baur, Leiter des Dezernats Kirche und Bildung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Beim Pressegespräch innerhalb des Abschlusskongresses des dreijährigen Projektes „Zukunftsinitiative evangelischer Tageseinrichtungen“ sagte Baur weiter: „Die Familie ist nach wie vor der erste soziale Ort, in den Kinder in das Leben hineingeführt werden“ – und das müsse aktiv unterstützt werden. „Es braucht Bildungsgerechtigkeit und wir wollen dazu beitragen, dass jeder die Chance auf Teilhabe bekommt.“

Wesentliche Inhalte der Zukunftsinitiative der Evangelischen Landeskirche, des Landesverbands – Tageseinrichtungen für Kinder in Württemberg und des Diakonischen Werks Württemberg waren, Kindertagesstätten zu Familienzentren weiterzuentwickeln und die Betreuung von Kindern unter drei Jahren zu erweitern.

Pfarrer Georg Hohl, Geschäftsführer des Evangelischen Landesverbands -Tageseinrichtungen für Kinder in Württemberg, betonte dass nur noch 29 Prozent der Kinderbetreuungseinrichtungen Regelkindergärten mit starren Öffnungszeiten sind, andere Betreuungsstätten passten sich immer mehr an die Bedürfnisse der Familien an. „Familien brauchen mehr als gute Kinderbetreuung, sie brauchen eine unterstützende Infrastruktur.“ Hohl forderte die Landesregierung auf, die Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren finanziell und politisch zu unterstützen. „Kommunen und freie Träger dürfen in dieser wichtigen Zukunftsaufgabe nicht alleine gelassen werden", betonte er.

Großen Zuspruch finden die Angebote des Evangelischen Familienzentrums in Ulm. Dessen Leiterin Katja Rabending betonte, dass sie mit Themenabenden etwa zur Pubertät oder gesunden Ernährung, einem Begegnungscafé und Möglichkeiten zur Beratung neben den Eltern der Kita-Kinder viele Familien von außerhalb erreicht. „Weil unsere Angebote kostenlos und ohne Anmeldung wahrgenommen werden können, erreichen wir auch bildungsferne und sozial benachteiligte Familien“, so Rabending. Laut Georg Hohl ist „die Weiterentwicklung von Kitas die denkbar beste Möglichkeit für eine früh ansetzende Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Erzieherinnen“, denn dorthin kämen Eltern und Kinder schon sehr früh.

Ein weiterer Aspekt der Zukunftsinitiative evangelischer Tageseinrichtungen war der Ausbau der Betreuung von Kindern, die jünger sind als drei Jahre. Auch dieses Angebot kommt laut Katja Rabending Familien in finanziellen Nöten zugute. „Das zweite Einkommen ist wichtiger finanzieller Puffer“, beobachtet sie. Die Warteliste sei sehr lang. Beatrice Kenntner, Leiterin des Projekts Kleinkindbetreuung, dass dies  ein neuer Altersbereich für Erzieherinnen ist. Sehr wichtig sei, eine enge Beziehung zu den Eltern aufzubauen und sie in der oft schwierigen Entscheidung für die frühe Kinderbetreuung zu unterstützen. Diese Spezialisierung der Erzieherinnen müsse weiterhin gefördert werden.

Quelle: http://Diakonie Württemberg

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