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Wort

Im Anfang war das Wort

Das WORT steht im Zentrum meines Dienstes als Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, genauer in der Kirchengemeinde Wehingen. Gemeint ist natürlich das Wort Gottes, die Bibel. Sie muß ausgelegt und für Menschen von heute ausgesagt werden, z.B. in der Jugendarbeit, im Konfirmandenunterricht und in der Erwachsenenbildung. Nicht zuletzt auch am Sonntag morgen in der Predigt.

Das Wort Predigt ist aus dem Lateinischen abgeleitet. Es bedeutet so viel wie “hervorsagen”. Der gleiche Begriff steckt auch in dem aus dem Griechischen stammenden Worten “Prophetie”.

Aufgabe der Predigt ist es, die Botschaft von Jesus Christus, von seinem Kommen und seinem Leben, von seinem Sterben und seinem Tod, von seiner Auferstehung und seiner gegenwart so zu verkündigen, dass die Gemeinde es versteht und es als Anrede Gottes wahrnimmt. Der Prediger spricht die gute Nachricht dem heutigen Hörer und der heutigen Hörerin zu.

PREDIGTEN

Römer 8,1-11

So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.
Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen. Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.
Liebe Gemeinde,
“Der hat aber einen Geist!”, sagt man bei mir zuhause, wenn jemand besonders hochmütig und selbstherrlich daherkommt. Damit soll gesagt werden: Dieser Mensch ist hochmütig.
Menschen können von unterschiedlichen Geistern besessen sein. Wir reden vom Geist der Vernunft, der Wissenschaft, dem Geist des Fortschritts. Manchmal erleben wir, daß jemand von allen guten Geistern …

Römer 6,19-23

Liebe Gemeinde,
für viele unter uns beginnt in diesen Tagen der Urlaub, die Freizeit. Manche bleiben zu hause, andere fahren in dieser Zeit weg, möglichst weit, um einmal so richtig ausspannen zu können. Ausspannen und sich erholen, frei sein vom Alltag, das wollen alle Menschen in dieser Zeit: Abstand gewinnen vom Berufsleben, das einen fordert, manchmal auch überfordert und krank macht; Raus aus den bekannten Sachzwängen, Terminzwängen und Leistungszwängen; ganz frei sein, ganz sich selbst sein können; endlich einmal Zeit haben für das, was mir wirklich wichtig ist und wozu sonst im Jahr über meist zuwenig Zeit bleibt: die Familie, Freunde, Verwandte, das Hobby.

Hinter diesen Wünschen steckt eine große Sehnsucht: Wir möchten nicht nur irgend etwas erleben, sondern wir möchten uns selbst neu erleben, nicht nur die Tapeten wechseln, sondern die Rollen wechseln – einmal ganz aus der alten Haut hinaus, einmal neu werden an Leib und Seele – das ist …

Römer 14,10-13

Wer bist du, daß deinen Bruder verurteilst? Oder wer bist, daß du deinen Bruder verachtest? Wir alle müssen vor dem Richterstuhl Gottes erscheinen! Es steht nämlich geschrieben: “Ich lebe wirklich,” spricht der HERR. “Jedes Knie wird sich vor mir beugen. Jede Zunge wird Gott lo-ben!” Darum wird auch jeder von uns über sich selbst bei Gott Rechenschaft ablegen.
Liebe Gemeinde!
“Haben Sie schon gehört?” – Das ist meistens die Einleitung zu solchen Gerüchten, die der menschlichen Gemeinschaft oft das Leben zu schwer machen. Aber andererseits macht es ja irgendwie Spaß, den neuesten Klatsch und Tratsch zu hören: aus den Nachbarzimmern, aus der Stiftsstube, aus der Stadt. Man ist ja mehr oder weniger neugierig und möchte gern wissen, wie es um andere Leute bestellt ist und was da so vor sich geht.

Manche Gerüchte sind ja auch im nachhinein ganz niedlich. Welche Romanze bahnt sich gerade an, wer kann mit wem gerade besonders gut, …

Römer 13,8-13

Bleibt niemand etwas schuldig – außer der Schuld, die ihr niemals abtragen könnt: der Liebe, die ihr einander erweisen sollt. Wer den Mitmenschen liebt, hat alles getan, was das Gesetz fordert. Ihr kennt die Gebote: “Brich nicht die Ehe, morde nicht, beraube niemand, blicke nicht begehrlich auf das, was anderen gehört.”
Diese Gebote und alle anderen sind in dem einen Satz zusammengefaßt: “Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.” Wer liebt, fügt seinem Mitmenschen nichts Böses zu. Also wird durch die Liebe das ganze Gesetz erfüllt.

Macht ernst damit – und das erst recht, weil ihr wißt, was die Stunde geschlagen hat! Es ist Zeit für euch, aus dem Schlaf aufzuwachen. Denn unsere endgültige Rettung ist nahe; sie ist uns jetzt näher als damals, als wir zum Glauben kamen. Die Nacht geht zu Ende, bald ist es Tag. Deshalb wollen wir alles ablegen, was zur Finsternis gehört, und wollen uns mit den Waffen …

Offenbarung 21,10-27

Liebe Gemeinde, liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,
vor ein paar Monaten war ein Lied von Joan Osborne häufig im Radio zu hören. Es heißt: One of us – einer von uns. Darin heißt es:
Wenn Gott einen Namen hätte, wie würde er lauten?
Würdest du ihn rufen, wenn du ihm von Angesicht zu Angesicht gegenüberstündest?

Was würdest du ihn fragen, wenn du nur eine Frage hättest?
Was wäre, wenn Gott einer von uns ist?
Nur ein Mensch wie wir?
Nur ein Fremder am Bus, der nach Hause will?
Wenn Gott ein Gesicht hätte, wie würde es aussehen?
Und würdest du es sehen wollen, wenn das bedeuten würde, an
Dinge wie Himmel oder an Jesus oder an die Heiligen und die Propheten zu glauben?
Was wäre, wenn Gott einer von uns ist?
Nur ein Mensch wie wir?
Nur ein Fremder an der Bushaltestelle, der nach Hause will?
Liebe Gemeinde, liebe KonfirmandInnen und Konfirmanden,
was wäre, wenn Gott uns Menschen so nahe wäre, daß wir ihn immer um …

Matthäus 5,13-16

Liebe Gemeinde,
in den letzten Tagen habe ich begonnen, die Eltern meiner Konfirmandinnen und Konfirmanden hier in Weinsberg zu besuchen. Da sitzt man am Tisch und unterhält sich und Gegenstand der Unterhaltung ist natürlich auch die Konfirmandin oder der Konfirmand.

Immer wieder taucht dabei die Frage auf: “Wie verhält sich denn mein Kind im Unterricht.” – Nun, das muß ich sagen, mit meiner Konfirmandengruppe kann ich ganz zufrieden sein und so antworte ich den Eltern meist: “Na, ich freue mich darüber, daß ihr Kind am Unterricht teilnimmt!” Ich kann auch berichten von der Hilfsbereitschaft und dem Interesse der meisten Konfirmanden.
Dann merke ich, wie stolz die Eltern werden, wenn sie einmal eine Rückmeldung über ihr Kind bekommen. Jetzt passiert es, daß der Vater oder die Mutter zu erzählen beginnt, was ihnen so alles passiert ist mit ihrem Kind bis zum heutigen Tag. Da werden Geschichten vom letzten Urlaub genauso wach wie der erste …

Markus 1,14-20

Rollenspiel und Ansprache zu Mk 1,14-20
Zwei Fischerboote fahren hinaus auf den See Genezareth. Im einen Boot rudern Simon und Andreas. Im anderen Boot sind Jakobus und Johannes mit ihrem Vater Zebedäus und einigen Tagelöhnern. Sie erzählen sich die neuesten Neuigkeiten.
“Hast du schon gehört?”, sagt einer. “Herodes hat Johannes den Täufer ins Gefängnis geworfen.

“Das ist ja schrecklich, sagt ein anderer. “Er hat doch nur die Wahrheit gesagt.
“Und jetzt predigt ein anderer Mann von Gottes Reich”, sagt Zebedäus. “Er heißt Jesus. Er sagt: Eine neue Zeit ist angebrochen! Ändert euer Leben! Fangt ein neues Leben an. Verlaßt euch auf Gott und fangt neu an.”
Die beiden Fischerboote trennen sich. Simon und Andreas werfen noch ein paar Netze aus. Das Boot von Jakobus kehrt ans Ufer zurück.
Eine Stunde später sitzt Jakobus am Ufer in seinem Boot. Er hat sein Boot an Land gezogen und flickt seine Netze. Sein Vater Zebedäus und die Arbeiter sind …

Lukas 9,57-62

Liebe Gemeinde,
wenn man einen Menschen kennenlernen will, dann gibt es dazu verschiedene Möglichkeiten. Man kann anfangen mit ihm zu reden, ihn fragen über sein Leben, seine Ansichten, seine Wünsche, Hoffnungen und Träume oder Alpträume. Dann erlebt man vielleicht ein nettes Gespräch oder eine schöne Plauderei.
Oder man kann mit diesem Menschen arbeiten, ein paar Stunden oder Tage zusammen an einer Sache schaffen, wie der Schwabe sagt. Da lernt man den anderen schon besser kennen.

Schließlich hat man noch eine andere Möglichkeit: man kann anfangen, ganz bewußt mit diesem Menschen zu leben, ihn als Teil des eigenen Lebens zu erfahren.
Die Jüngerinnen und Jünger Jesu haben ihren Herrn kennengelernt, als sie ihm auf seinem Weg nachgefolgt sind. Seit den Tagen am See Genezareth, als Jesus seine ersten Jünger zu sich rief, waren es immer mehr geworden. Und wie sie ihm gefolgt sind! Was sie alles in ihm sehen gelernt haben: den Wundertäter, den Krankenheiler, …

Lukas 2,41-47

Liebe Gemeinde,
es gibt Menschen, die hohe Erwartungen an christliche Gemeinden haben. Hören wir drei Beispiele:
Eine Frau, Mitte vierzig, sagt: “Die christliche Gemeinde soll sich unterscheiden von dem, was wir sonst erleben. Da darf es keinen Streit geben. Christen sollen sich bemühen, einander zu verstehen. Und wenn es Unstimmigkeiten gibt, müssen diese geklärt werden. Aber dauerhafter Streit darf in einer christlichen Gemeinde nicht sein.”

Ein Jugendlicher, 17 Jahre: “Von Menschen, die sich Christen nennen, erwarte ich soziales Engagement. Die Gemeinde muß irgend etwas dagegen unternehmen, daß Jugendliche keine Arbeit finden. Was genau, weiß ich auch nicht. Aber Christen dürfen nicht einfach zusehen. Eine christliche Gemeinde darf auch nicht elitär sein – in ihr müssen Arme und Reiche Platz haben.”
Ein Familienvater, Anfang 30, sagt: “Wir sind vor kurzem nach Weinsberg umgezogen und haben niemanden gekannt. Wir sind in den Gottesdienst gegangen, um Kontakt zur Gemeinde zu finden. Von einer christlichen Gemeinde erwarten wir …

Lukas 15,1-7

Anspiel der Konfirmanden
Sprecher 1: “Hast Du gelesen: ‚Freudenfest in der Kirche‘. Ist ja mal was anderes, aber wer da wohl kommen mag?”
Sprecher 2: “Du vielleicht! Bist du dir noch nie verloren vorgekommen?”
Sprecher 1: “Klar, manchmal schon, aber da würde ich doch nicht hingehen!”
Ein Penner geht vorüber.

Sprecher 2: “Vielleicht geht ja dieser Penner da hin! So wie der sich immer anzieht und wie der stinkt, mit dem will ja keiner was zu tun haben!”
Ein türkischer Junge geht vorüber.
Sprecher 1: “Oder dort, der Ali aus der Türkei! Der muß sich manchmal ganz schön verloren vorkommen hier in Deutschland. Denn er ist und bleibt für die meisten Mitschüler eben ein Ausländer!”
Ein Aids-Kranker geht vorüber.
Sprecher 2: “Sieh mal, ist das nicht der Typ aus der Drogen-Szene. Ich habe gehört, der hätte Aids. Weißt du was davon? Der wäre doch richtig auf diesem Freudenfest für Verlorene, oder nicht? Denn er hat ja fast schon alles …

Johannes 10,9

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, liebe Eltern und Paten, liebe Gemeinde,
Türen begleiten uns in unserem Leben, offene und verschlossene. Sie können Dinge verschließen oder Neues preisgeben. Sie können neue Möglichkeiten erschließen oder einengen und angstmachen.
Vielleicht erinnern sich manche von euch noch an die Kinderzeit: eine geschlossene Tür ist für kleine Kinder ein unüberwindliches Hindernis. Sie müssen sich bemerkbar machen, wenn sie raus wollen. Eine neue Welt eröffnet sich, wenn das Kind die Klinke herunterdrücken kann und ohne Hilfe von Zimmer zu Zimmer geht.
Vor Haustüren stehen Kinder noch eine ganze Zeit hilflos, angewiesen auf einen Erwachsenen, der den Schlüssel umdreht. Vor der Haustür liegt die Welt, die Menschen und die Straßen. Dort liegen Überraschungen und Gefahren. Hinter der Wohnungstür ist unser Zuhause, das eigene Bett.
Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, liebe Eltern und Paten, liebe Gemeinde,
habt ihr, haben Sie schon einmal ihre Wohnungstür genau angesehen? Oder die Wohnungstüre ihrer Nachbarn? Wenn man einen Besuch …

Johannes 10,11-16

Christus spricht: 11 Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe. 12 Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie -, 13 denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe. 14 Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, 15 wie mich mein Vater kennt, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. 16 Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.
Liebe Gemeinde!
Wodurch wird aus einem Gebäude eine Kirche? Was kennzeichnet einen Raum als Versammlungsort einer christlichen Gemeinde?
Es sind …

Hebräer 4,12-13

Liebe Gemeinde,
“Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt euere Herzen nicht.” – so haben wir es in der Schriftlesung am Anfang dieses Gottesdienstes gehört.
Wenn Gott redet, soll der Mensch schweigen. Dann sollen alle Stimmen, die uns umgeben, die uns beeinflußen und uns ablenken wollen, verstummen. Für manche redet er vielleicht am Sonntag morgen im Gottesdienst in den Worten der Heiligen Schrift. Für andere bei der Taufe eines Kindes, im Traugespräch oder in den Worten des Pfarrers am offenen Grab. Wieder andere hören ihn reden, wenn sie zuhause alleine oer mit Freunden die Bibel lesen und beten. Es gibt Menschen, die hören seine Worte durch die Zuwendung eines Freundes, eines anderen Menschen. Ein offenes Herz ist immer gefragt, wenn Gott redet. Einstellen soll sich der Mensch auf seine Worte, sich nicht vor ihnen verschließen.
Doch was für Worte sind das, für die unser Herz offen ist? Welche Worte wecken Vertrauen …

Hebräer 12,12-25

Stärkt die müden Hände und die wankenden Knie, und macht sichere Schritte mit eueren Füßen, damit nicht jemand strauchele wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde.
Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, und seht darauf, daß nicht jemand Gottes Gnade versäume; daß nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte und viele durch sie unrein werden; daß nicht jemand unzüchtig sei oder gottlos wie Esau, der um der einen Speise willen seine Erstgeburt verkaufte. Ihr wißt ja, daß er hernach, als er den Segen ererben wollte, verworfen wurde, denn er fand keinen Raum zur Buße, obwohl er sie mit Tränen suchte.
Denn ihr seid nicht zu dem Berg Sinai gekommen, den man berühren konnte. Ihr seid nicht zum lodernden Feuer gekommen, zur Dunkelheit und schwarzen Nacht, zum Sturm, zum Schall der Posaune und zu der donnernden Stimme. Als das Volk Israel …

Galater 6,2

Liebe Gemeinde,
Sie alle haben heute ein Blatt bekommen, auf dem eine Zeichnung zu sehen ist.
Ein Mensch trägt einen großen Sack auf seinem Rücken. Er geht leicht gebeugt. Der Sack scheint schwer zu sein. Ganz dürr ist der Mensch. Der Sack ist fast zu groß für ihn. Er trägt schwer an dieser Last.
Manchmal bin ich selbst wie dieser Mensch. Ich gehe durch mein Leben und habe schwer zu tragen. Ich gehe gebeugt. Meine Schritte werden schleppend. Das Gewicht auf meiner Schulter wird immer größer.
Der Sack, den ich dann trage, ist prall gefüllt mit Dingen, die mich belasten. Ich trage sie, ich schleppe mich ab damit. Ich muß es ertragen, daß ich den Sack nicht ablegen kann. Ich muß einstecken. Ich muß aushalten. Am Rande der Belastbarkeit lebe ich. Manchmal ist mir mein Leben unerträglich. Welche Lasten trage ich? Wie sieht meine Last auf meinem Rücken aus?
Manchmal wünsche ich mir, meinen Sorgensack …

2. Korinther 9,6-15

Liebe Gemeinde!
In vielen Gemeinden wird am heutigen Sonntag das Erntedankfest gefeiert. Hier in Ellhofen feiern wir es erst in zwei Wochen, gemeinsam mit der Kinderkirche und dem Kindergarten. Trotzdem habe ich mich dafür entschieden, heute morgen den für das Erntedankfest vorgesehenen Predigttext auszulegen. Er steht im 2. Brief des Apostels Paulus an die Korinther, im 9. Kapitel. Dort schreibt Paulus:
“6 Denkt daran: Wer spärlich sät, wird nur wenig ernten. Aber wer mit vollen Händen sät, auf den wartet eine reiche Ernte. 7 Jeder soll so viel geben, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat. Es soll ihm nicht leid tun, und er soll es auch nicht nur geben, weil er sich dazu gezwungen fühlt. Gott liebt fröhliche Geber!
8 Er hat die Macht, euch so reich zu beschenken, daß ihr nicht nur jederzeit genug habt für euch selbst, sondern auch noch anderen reichlich Gutes tun könnt. 9 Dann gilt von …

1. Thessalonicher 5,14-21

Liebe Gemeinde,
wo sind aber die neun? Fragt Jesus. Zehn Männer hat er geheilt. Nur einer davon kehrt zurück. Um ihm zu danken und Gott zu loben. Mancher ist geneigt, die Frage Jesu aufzugreifen und sie heute zu stellen: Wo sind die 95 Prozent? Fragt der Pfarrer, der sonntags vor leeren Bänken predigt.
Wo bleibt die Dankbarkeit der Jugend? Fragen Eltern und Erzieher. Wo ist noch Zufriedenheit unter den Menschen, fragen viele unserer Zeitgenossen -
Wer so fragt, muß sich die Gegenfrage gefallen lassen: Wofür sollen wir denn dankbar sein?
Scheint uns denn nicht das meiste in unserem Leben schon selbstverständlich? Unser Arbeitsplatz, unsere Wohnung, unser Essen und Trinken …, der Frieden, in dem wir leben.
Gibt es denn noch einen Grund, aufzustehen und zurückzugehen, still zu werden und Gott zu danken?
Im heutigen Predigttext erinnert Paulus seine Gemeinde per Brief daran, wofür sie Gott dankbar sein kann. Er erläutert auch, wie dieser Dank in der …

1. Petrus 4,7-11

Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet. Vor allen Dingen habt untereinander beständige Liebe; denn »die Liebe deckt auch der Sünden Menge«. Seid gastfrei untereinander ohne Murren. Und dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes: wenn jemand predigt, daß er’s rede als Gottes Wort; wenn jemand dient, daß er’s tue aus der Kraft, die Gott gewährt, damit in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesus Christus. Sein ist die Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Liebe Gemeinde!
Wer das Ende seines Lebensweges kennt, der wird sein Leben bewußter leben. Wäre es nicht schön, wenn jeder von uns heute schon wüßte, wie es mit ihm selbst und dieser Welt einmal ausgeht? Dann könnte man doch viel beruhigter leben. Vielleicht würde uns dieses Wissen aber auch beunruhigen. Denn die Angst, …

1. Korinther 15,12-20

Liebe Gemeinde,
nur vier von zehn Deutschen glauben, daß es das ewige Leben gibt. Zu diesem Ergebnis kommt – unmittelbar vor Ostern – eine Umfrage, die die Glaubensvorstellungen der Deutschen ermittelte. Obwohl der Osterglaube an die leibliche Auferstehung Jesu und die Erlösung der Menschen vom Tod zum Kern der christlichen Botschaft gehört, vertrauen immer weniger Menschen diesen hoffnungsvollen, aber auch unbequemen “Glaubenswahrheiten”.
Über 70 Prozent der Deutschen gehören nach offiziellen Statistiken einer der beiden großen Kirchen an, viele von ihnen werden Ostern die Auferstehung Jesu feiern. Doch der Forsa-Umfrage für die Zeitung “Die Woche” zufolge glauben nur 42 Prozent der Deutschen an das ewige Leben und an die Auferstehung Jesu drei Tage nach der Kreuzigung, wie sie in der Bibel beschrieben wird.
Und wie wird die Auferstehung unseres Herrn dort beschrieben? So schreibt der Apostel Paulus im 15. Kapitel seines Briefes an die Christen in Korinth:
“Ist Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt …

1. Korinther 12,12-27

Liebe Gemeinde!
Wie fühlen Sie sich heute morgen? Haben Sie gut geschlafen? Wie geht es ihren Beinen, sind Sie heute morgen mit dem linken Bein aufgestanden oder mit dem rechten? Wenn Sie so in der Kirchenbank sitzen – haben Sie heute morgen schon einmal ihren Körper gespürt, ihre Arme, ihre Beine, die Schultern?
Meistens haben wir in unseren Tagen ja gar keine Zeit mehr dazu. Wir denken an unsere Arbeit, an all das, was es noch zu erledigen gilt. Daß wir einen Körper, einen Leib haben, ist uns dabei nichts besonderes. Unser Leib ist für uns so selbstverständlich, daß wir gar nicht danach schauen, ob es ihm gut geht.
Vor allem viele junge Leute denken nicht daran. Anders ist es aber, wenn ein Mensch älter wird. Dann meldet sich der Körper immer öfter zu Wort. Die Beine wollen nicht mehr so richtig, die Augen lassen nach und man muß zur Brille greifen.
Die Älteren …

1. Johannes 4,7-12

7 Ihr Lieben, wir wollen einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott! Wer liebt, hat Gott zum Vater und kennt ihn. 8 Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. 9 Gottes Liebe zu uns hat sich darin gezeigt, daß er seinen einzigen Sohn* in die Welt sandte. Durch ihn wollte er uns das neue Leben schenken. 10 Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns geliebt. Er hat seinen Sohn gesandt, damit er durch seinen Tod Sühne leiste für unsere Schuld. 11 Ihr Lieben, wenn Gott uns so sehr geliebt hat, dann müssen auch wir einander lieben. 12 Niemand hat Gott je gesehen. Aber wenn wir einander lieben, lebt Gott in uns. Dann hat seine Liebe bei uns ihr Ziel erreicht.
Liebe Gemeinde,
wenn ich diese Worte aus dem ersten Johannesbrief lese und höre, dann merke ich mit Erschrecken, daß ich …

1. Johannes 4,16b-21

Liebe Gemeinde,
ich möchte heute morgen mit einer Frage beginnen: Stellen Sie sich vor, wir würden jetzt jedem von Ihnen einen Zettel austeilen, auf dem folgende Frage stünde: Wonach sehnen Sie sich am meisten? Was würden Sie da wohl aufschreiben? ….. Vielleicht, wer noch sehr müde ist, wird zunächst an sein Bett denken. Bei demjenigen, bei dem in der Familie oder im Bekanntenkreis jemand erkrankt ist, der wird sich vielleicht dessen Genesung wünschen. Wer im Moment selbst vielleicht ein Leiden empfindet, der wird sich wahrscheinlich Befreiung davon gerne vorstellen. Manch einer mag vielleicht auch an Erfolg, an Anerkennung oder Reichtum denken.
Wonach sehnen Sie sich? Vielleicht haben Sie inzwischen diese Frage für sich längst beantwortet. Wonach wir uns sehnen, das sagt oft viel über uns selbst aus. Denn es läßt erkennen, was uns fehlt und was für uns doch wichtig und erstrebenswert ist. Deshalb möchte auch nicht jeder darüber sprechen.
Vor Jahren gab …

1. Johannes 1,1-4

Was von allem Anfang an da war, was wir gehört haben, was wir mit eigenen Augen gesehen haben, was wir angeschaut haben und betastet haben mit unseren Händen, nämlich das Wort, das Leben bringt – davon schreiben wir euch.
Das Leben ist offenbar geworden, und wir haben es gesehen; wir sind Zeugen dafür und berichten euch von dem unvergänglichen Leben, das beim Vater war und sich uns offenbart hat.
Was wir so gesehen und gehört haben, das verkünden wir wir euch, damit ihr in Gemeinschaft mit uns verbunden seid. Und die Gemeinschaft, die uns miteinander verbindet, ist zugleich Gemeinschaft mit dem Vater und mit Jesus Christus, seinem Sohn. Das erfüllt uns mit großer Freude. Und wir schreiben euch diesen Brief, damit unsere Freude vollkommen wird.
Einleitung
Liebe Gemeinde,
Weihnachten ist vorbei, das Warten hat schließich doch ein Ende gehabt. Wir haben sie wieder gehört: die Weihnachtslieder; wir haben sie gesehen: die Krippe mit den kleinen …

Psalm 139

Liebe Gemeinde, liebe Jungen und Mädchen, liebe Jugendlichen,
wer bin ich? Wer bin ich in Wirklichkeit? Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen? Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?
Manchmal bin ich fröhlich und gutgelaunt; ich mache Späße mit anderen und lache mit meinen Freunden. Viele Freunde habe ich nicht. Doch einen oder zwei, die sind mir wichtig. Mit denen kann ich über alles reden. Die kennen mich schon lange und wissen, wie es mir geht. Wenn mich jemand ganz gut kennt, dann bedeutet das nicht nur, daß diese Person alles über mich weiß (z.B. wann ich Geburtstag habe oder welches mein Lieblingsessen ist), sondern das bedeutet, daß diese Person mich und meine Träume und Probleme versteht.
Aber manchmal wenn ich alleine bin, habe ich Sehnsucht nach anderen Menschen. Dann fühle ich mich wie ein Vogel im Käfig – der sich nach Farben und Blumen sehnt, …

Psalm 1

Schau,wie der Baum gedeiht,der nah am Bach steht.Kraftvoll wächst er,und seine Zweige sind voll grüner Blätter.Sie welken auch unter sengender Sommerhitze nicht. Denn seine Wurzeln haben Wasser in Fülle,gutes Erdreich ist sein Nährboden.Früchte trägt er zu seiner Zeit und es freut sich an ihm, wer ihn sieht. Schau, so ist auch der Mensch, der in der Nähe Gottes lebt. Er findet Geborgenheit bei ihm, wenn er sein Wort hört und mit Verstand und Herz bedenkt, wenn er auf seine Zusagen vertraut und sich Weisung sein läßt, was andere mit Gott erfahren haben. Der Mensch hat festen Stand, und er wächst in seinem Innern Tag um Tag.
Liebe Gottesdienstgemeinde im Grünen,
Bäume sind wichtig für uns. Nicht nur, daß wir Nutzen von ihnen haben, daß wir das Holz brauchen: zum Bauen, zum Heizen, um Musikinstrumente herzustellen, daß sie Schatten und Erholung spenden. Bäume werden gepflanzt und gepflegt. Vielfach haben wir Früchte von Bäumen.
Bäume …

Jesaja 54,7-10

I Freude und Leid?
Liebe Gemeinde,
“Freuet euch”, lautet der Name dieses Sonntags. Ein seltsamer Name, werden Sie sagen, gerade sind wir doch in der Passionszeit! Wir denken nach über das Leiden und Sterben Jesu Christi, und auch über unsere Lasten, die wir zu tragen haben – und dann heißt es heute: “Freut euch.”
Freuen sollen wir uns an diesem Tag, mit Jerusalem, der Stadt unseres Gottes. Freuen sollen wir uns mit ihr, die in ihrer langen und leidvollen Geschichte nicht immer mit Jubel erfüllt war. Oft gab es Tage, an denen Klagegeschrei in den Gassen zu hören war, über gefallene Soldaten und verlorene Schlachten, über tödliche Krankheiten und Seuchen, denen Mütter und Töchter, Väter und Söhne zum Opfer fielen; geklagt wurde in Jerusalem über Unterdrückung und Korruption von seiten der Reichen und Mächtigen; geklagt wurde über bittere Armut und Einsamkeit. Viele Zeiten gab es dort, in Jerusalem, an denen die Freude keinen …

2. Mose 16,2-21

Liebe Gemeinde,
wer vor zwei Jahren im Sommer die Medien beobachtet hat, stieß immer wieder auf Nachrichten aus Ruanda. Das Schicksal der hunderttausenden von Flüchtlingen, die dem drohenden Hungertod zu entkommen trachteten, rief die Öffentlichkeit auf den Plan. Hilfswerke wie das Rote Kreuz, die UNO und andere, versuchten durch Hilfslieferungen das Schlimmste zu verhindern. So kam es, daß ein ganzes Volk inmitten einer Wüstenlandschaft überleben konnte; Brot und Wasser fand es zur rechten Zeit. Gut daß es solche Hilfswerke gibt, werden sie sagen, und wenn sie zur rechten Zeit zur Stelle sind ist es noch besser.
Unser heutiger Predigttext aus dem 2. Buch Mose, Kapitel 16, führt uns auch in die Wüste. Wir werden Zeuge, wie das Volk Israel sich aufgemacht hat in die Freiheit. Aus dem Sklavenhaus in Ägypten hatte Gott es befreit. Nach langer Zeit der Unterdrückung, Ausbeutung und Knechtschaft waren sie losgezogen. Das Ziel, das ihnen versprochen war, hatte …

1. Könige 19,1-8

Liebe Gemeinde,
waren Sie auch schon einmal in der Wüste? Vielleicht denken Sie jetzt an die Wüste Sahara oder die Wüste Gobi. Meine Frage richtet sich jedoch auf solche Wüsten, die wir Menschen manchmal in uns selbst spüren und durchleben müssen. Ich denke an Gefühle der Leere und Sinnlosigkeit, die uns manchmal überfallen, die alles sinnlos erscheinen lassen und wir für unser Leben kein Ziel mehr sehen.
Wer in einer solchen Wüste wandern muß, spürt die Einsamkeit seines Lebens oft sehr intensiv: Ich bin allein, weit und breit gibt es keinen Menschen, keine Oase, kein Wasser; ab und zu vielleicht einmal ein dürrer Strauch. Und die Sonne brennt mir unablässig auf den Kopf, verwirrt meine Sinne und Gedanken.
Wer solche Wüstenzeiten in seinem Leben kennt, der weiß auch, daß es manchmal scheinen mag, als nähmen sie kein Ende. Am Horizont ist nichts zu sehen, nur flimmernde Hitze und Dürre. Manchmal brauchen wir solche …

Psalm 1

Schau,wie der Baum gedeiht,der nah am Bach steht.Kraftvoll wächst er,und seine Zweige sind voll grüner Blätter.Sie welken auch unter sengender Sommerhitze nicht. Denn seine Wurzeln haben Wasser in Fülle,gutes Erdreich ist sein Nährboden.Früchte trägt er zu seiner Zeit und es freut sich an ihm, wer ihn sieht. Schau, so ist auch der Mensch, der in der Nähe Gottes lebt. Er findet Geborgenheit bei ihm, wenn er sein Wort hört und mit Verstand und Herz bedenkt, wenn er auf seine Zusagen vertraut und sich Weisung sein läßt, was andere mit Gott erfahren haben. Der Mensch hat festen Stand, und er wächst in seinem Innern Tag um Tag.
Liebe Gottesdienstgemeinde im Grünen,
Bäume sind wichtig für uns. Nicht nur, daß wir Nutzen von ihnen haben, daß wir das Holz brauchen: zum Bauen, zum Heizen, um Musikinstrumente herzustellen, daß sie Schatten und Erholung spenden. Bäume werden gepflanzt und gepflegt. Vielfach haben wir Früchte von Bäumen.

Bäume …

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