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| Vergebung | Gottesdienst mit Konfirmanden zum Thema "Vergebung" Vorbemerkung: Dieser Gottesdienst wurde 1997 mit KonfirmandInnen in Weinsberg gefeiert. Nachstehend finden Sie Materialien zur Vorbereitung |
Jesus erzählt ein Gleichnis über das Vergeben (Mt 18,21-35)
21 Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muss ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Genügt es siebenmal? 22 Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.
23 Darum gleicht das Himmelreich einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. 24 Und als er anfing abzurechnen, wurde einer vor ihn gebracht, der war ihm zehntausend Zentner Silber schuldig. 25 Da er's nun nicht bezahlen konnte, befahl der Herr, ihn und seine Frau und seine Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und damit zu bezahlen. 26 Da fiel ihm der Knecht zu Füßen und flehte ihn an und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will dir's alles bezahlen. 27 Da hatte der Herr Erbarmen mit diesem Knecht und ließ ihn frei, und die Schuld erließ er ihm auch.
28 Da ging dieser Knecht hinaus und traf einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Silbergroschen schuldig; und er packte und würgte ihn und sprach: Bezahle, was du mir schuldig bist! 29 Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will dir's bezahlen. 30 Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er bezahlt hätte, was er schuldig war.
31 Als aber seine Mitknechte das sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten bei ihrem Herrn alles vor, was sich begeben hatte. 32 Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du böser Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich gebeten hast; 33 hättest du dich da nicht auch erbarmen sollen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmt habe? 34 Und sein Herr wurde zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis er alles bezahlt hätte, was er ihm schuldig war.
35 So wird auch mein himmlischer Vater an euch tun, wenn ihr einander nicht von Herzen vergebt, ein jeder seinem Bruder.
(Matthäus 18,21-35)
Aufgaben:
Lies diesen Text durch und nimm Stellung dazu!
Unterstreiche in diesem Text die Wörter oder Sätze, die Dir wichtig sind!
Gibt es Situationen in deinem Leben, wo du Vergleichbares erlebst?
Was hat dieses Gleichnis mit Gott zu tun?
Vergeben? – Warum? Und warum ich?
Anspiel zu Matthäus 18,21-35
Personen: Jens, Mike und Karin
Jens fährt mit einem Mountainbike durch den Kirchenraum. Karin kommt ihm entgegen und sagt:
Karin: Hallo Jens, gut, dass ich dich treffe. Ich bin aus dem Urlaub zurück und brauch‘ mein Bike, weil ich heute Abend mit den anderen zum Baggersee fahren will.
Jens: So’n Mist, ich wollte selbst noch eine Tour machen mit Deinem Rad. Kannst du’s mir nicht bis morgen leihen?
Karin: Na ich weiß nicht. Du hast es ja lange genug gehabt. ... Also gut, ok, du kannst es bis morgen haben. Aber dann will ich es morgen haben.
Jens fährt weiter durch den Kirchenraum und trifft auf Mike, der mit einem Kopfhörer und seinem DiscMan flippig tanzend daherkommt. Man hört Musik.
Jens (brüllt): He, Mike, das ist doch meine CD, die du da hörst!
Mike lüftet die Kopfhörer
Mike: Is was? Schrei doch nicht so!
Jens: Her mit der CD!
Mike: Beruhig dich, Mann. Morgen kriegst du sie wieder. Ich will sie nur noch auf Kassette überspielen. Ich habe mir gerade ein paar Kassetten dafür gekauft. Also reg dich ab!
Jens: Kommt gar nicht in Frage, kauf dir die CD doch selbst! Ich will sie jetzt zurückhaben, aber ein bisschen plötzlich!
Mike: Mensch, Jens, nur noch bis morgen, dann kriegst du sie wirklich zurück!
Jens: Wenn du nicht sofort meine CD rausrückst, hau ich dich windelweich, versprochen!
Mike: Na gut, ich will keinen Streit mit dir, da hast du die CD (gibt Jens die CD), aber den einen Tag hättest du sie mir schon noch leihen können.
Jens: Hau bloß ab, Mann.
Liturgiebausteine zu Matthäus 18,21-35
Eingangsgebet, Fürbittengebet, Gnadenspruch
Gnadenspruch
"Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist Gott treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit." (1. Johannes 1,8-9)
Eingangsgebet (Gruppe 1)
Aufgabe: Formuliert ein Eingangsgebet zum Gottesdienst am 26. Oktober! Verwendet dabei folgende Stichworte:
Sündigen – vergeben – abrechnen – schuldig sein – schuldig bleiben – bezahlen – anflehen – Geduld haben – Erbarmen haben – freilassen – die Schuld erlassen
Aufbauhilfe:
Lieber Vater im Himmel, wir danken dir ...
Du weißt, wir sind Menschen, die ....
Wir bitten dich für diesen Gottesdienst: ....
Fürbittegebet (Gruppe 2)
Aufgabe: Formuliert ein Fürbittegebet zum Gottesdienst am 26. Oktober! Verwendet dabei folgende Stichworte:
Sündigen – vergeben – abrechnen – schuldig sein – schuldig bleiben – bezahlen – anflehen – Geduld haben – Erbarmen haben – freilassen – die Schuld erlassen
Überlegt euch FÜR WEN ihr in diesem Gebet bitten wollt! (Eltern, Freunde, Klassenkameraden, Konfirmandengruppe, Kirchengemeinde, alte Leute, Politiker, Ausländer, Menschen in Kriegsgebieten, ...)
Als Denkhilfe: Wer hat euch etwas Schlechtes angetan? An wem habt ihr etwas Schlechtes getan? Wie kann der andere sich bei euch entschuldigen? Wie könnt ihr euch bei dem anderen entschuldigen?
Der Kehrvers des Fürbittegebetes soll sein: "Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern"
Aufbauhilfe:
Vater im Himmel, wir haben in der Predigt gehört, ....
Wir bitten dich für ....
Alle: Wir bitten: "Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern"
Wir bitten für ...
Alle: Wir bitten: "Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern"
Gebete
Eingangsgebet
Lieber Vater im Himmel! Wir danken dir für unser Leben, wir danken dir, dass wir zu essen und zu trinken haben und nicht hungern müssen. Wir danken dir, dass wir in einem Land leben, wo kein Krieg ist. Du weißt, wir sind Menschen, die schuldig werden und gerne mit anderen abrechnen. Wir bleiben unseren Mitmenschen vieles schuldig. Vergib uns, Gott. Wir bitten dich für diesen Gottesdienst: Gib uns die Kraft, mit anderen Erbarmen zu haben und ihnen die Schuld zu vergeben. Behüte und beschütze uns auf unseren Wegen und sei auch mit denen, die es nicht so gut haben wie wir. Amen.
Fürbitten
Die Gemeinde wird gebeten, die einzelnen Bitten mit dem Ruf: "Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern" abzuschließen.
Sprecher 1: Vater im Himmel, in der Predigt haben wir gehört, dass Menschen sündigen. Wir bitten dich dafür, dass Du uns und unseren Mitmenschen vergibst.
Alle: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern
Sprecher 2: Wir bitten dich: hab Erbarmen mit den kranken Menschen. Heile sie von ihrer Krankheit.
Alle: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern
Sprecher 1: Wir bitten dich: laß die Unschuldigen frei und vergib denen, die Schuld auf sich geladen haben.
Alle: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern
Sprecher 2: Wir bitten dich für alle alten Menschen, dass sie nicht einsam bleiben müssen, sondern Menschen finden, die ihnen zuhören.
Alle: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern
Sprecher 1: Wir bitten dich: schenke den Drogenabhängigen und den behinderten Menschen neuen Lebensmut.
Alle: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern
Zuletzt geändert von Thomas Binder (admin) am 07.01.2010 um 00:52
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