Thomas, Hannah, Daniel und Katharina Binder


Gottesdienste


 Hier finden Sie erprobte Gottesdienste, vor allem Jugendgottesdienste.

<< "Die Uhr schlägt - alle."(*) oder: Zeit - wie gehen wir damit um? Übersicht
Unendlich wertvoll Unendlich wertvoll ist jeder Mensch in Gottes Augen. Auch und gerade dann, wenn er nicht immer der Beste, der Schnellste und Schönste ist. Das wollen wir feiern. Wir laden Dich ein!

Persönliche Begrüßung

Lied "Father and Son"

Begrüßung / Themaansage / Einführung

Gebet

Lied "Hymn"

Anspiel 1 "Noten"

Personen: Benny, Lehrer, Klassenkamerad, Mutter. Klassenzimmersituation. Die "Klasse" ist der Gottesdienstraum. Mittendrin sitzt Benny.
Lehrer: "So, Herrschaften, ich teile euch jetzt die Zeugnisse aus. Der Durchschnitt war 2,7. Ich bin zufrieden mit euch. Einige haben es aber leider nicht in die nächste Klasse geschafft. Wir haben ja darüber schon gesprochen."
Lehrer teilt die Zeugnisse aus.
Lehrer: "Benny!" (Benny nimmt sein Zeugnis in Empfang.)
Benny: "Oh Mann! Nicht versetzt!"
KK: "Na, Benny, bist du zufrieden?"
Benny: "Lass mich in Ruhe, das geht dich gar nichts an!"
KK: "Ich frag ja nur. Ich kann mir schon denken, dass du es nicht geschafft hast. Du schaffst es halt nie, egal wie du dich anstrengst. Dann werden wir uns im nächsten Schuljahr wohl nicht wiedersehen, was?"
Benny: "Und ich dachte immer, du seist mein Freund!"
KK: "Klar, aber wenn wir nicht mehr in dieselbe Klasse gehen, muss ich mir eben einen neuen Freund suchen."

Benny geht traurig nach Hause.

Benny’s Mutter: "Hallo Benny! Wie war’s in der Schule? Habt ihr eure Zeugnisse bekommen?"
Benny: "Ja."
Mutter: "Und? Wie ist es ausgefallen?"
Benny gibt seiner Mutter sein Zeugnis. Sie ist empört.
Mutter: "Du bist sitzen geblieben? Mit einer Fünf in Mathe und einer Fünf in Deutsch? Davon hast du mir ja gar nichts gesagt! Hast Du mir die schlechten Arbeiten verheimlicht? Hast Du meine Unterschrift gefälscht?"
Benny: "Ich dachte, dass du das weißt!"
Mutter: "Gar nichts weiß ich. Warte nur, bis heute Abend dein Vater nach Hause kommt. Dann kannst du was erleben. Das Schullandheim ist für dich gestrichen."

Anspiel 2 "Clique"

Personen: Benny, Kamerad 1, Kamerad 2, Kamerad 3 (mit Fahrrad), Mädchen und Jungen. Die Clique steht am Marktplatz und redet. Benny kommt von weitem dazu.

Kamerad 1: "Schau mal, da kommt unser Sitzenbleiber."
Kamerad 2: "Na, Benny, wie geht’s dir in deiner neuen Klasse? Fühlst du dich wohl bei den ganzen Babys dort?"
Kamerad 3: "Schau mal wie der schon wieder rumläuft. Hast du nichts besseres zum anziehen als diese alten Jeans? Und den Wollpullover hast du bestimmt von deinem Opa geerbt."
Benny: "Lasst mich in Ruhe. Ich weiß gar nicht, was ihr von mir wollt. Bis vor ein paar Wochen waren wir doch noch Freunde. Was habt ihr bloß gegen mich?"
Kamerad 1: "Wir haben gar nichts gegen dich. Aber wir haben was gegen Versager. Gegen Leute, die es einfach nicht schaffen. Nächstes Jahr machen wir Abschlussprüfung und da hat eben nur der Chancen, der auch was zu bieten hat. Du gehörst da eben nicht dazu."
Kamerad 2: "Genau. Und außerdem bist du uns nicht hip genug, mit deinen alten Klamotten. Damit kannst du keinen beeindrucken. Das schreckt andere höchstens ab."
Benny: "Ihr wisst genau, dass ich nicht soviel Geld habe."
Kamerad 3: "Eben. Das ist es ja. Deshalb passt du auch nicht zu uns. Du bist nicht wie wir. Verstehst du?"

Zwischentext

Wer bin ich? Wer bin ich, wenn ich nicht so bin, wie die anderen? Wer bin ich, wenn ich nicht so reich, nicht so gescheit, nicht so schön bin wie sie?
Ich höre sie reden: "Du musst dich ändern, besser werden, so wird das nichts, Freundchen. Komm mir bloß nicht noch mal mit so was unter die Augen. Warte nur, bis heute Abend Dein Vater nach Hause kommt. Wenn du dich nicht anstrengst, wird nie etwas aus Dir. So einer wie Du hat keine Chance im Leben. Du bist zu langsam, zu blöd dafür. Du schaffst es nicht."
Welchen Wert habe ich dann? Für wen lebe ich dann? Wer fragt dann nach mir? Sie sagen zu mir: "Du bist nicht wie wir. Du passt nicht zu uns. Du hast hier keinen Platz. Geh weg, wir wollen dich hier nicht. Verstehst du?"
Ein Jugendlicher hat geschrieben:
Ich sehe Typen, die versagen in dieser Gesellschaft, die sind unerwünscht in dieser Gesellschaft, die stehen außerhalb der Norm in dieser Gesellschaft, in der nur gilt, wer leistet, wer Erfolg hat, wer es schafft.
Ich sehe Alkis und Hush-Puppies, und solche, die ewig am Stock gehen, alte Menschen, die keine Leistung mehr bringen, jetzt haben sie ein Heim und knirschen mit den Zähnen wie in der Hölle.
Ich sehe Typen, die sitzen ewig zwischen zwei Stühlen, nämlich den Stühlen von Vater und Mutter, welche sich plötzlich nicht mehr riechen können; und ich denke und wünsche: Gott, gib ihnen den Trost, dass es in deiner Gesellschaft keine Versager gibt, keiner abgestempelt, gebrandmarkt, vergessen, schikaniert fertig gemacht wird.

Lied "Shine, Jesus, shine"

Überleitung

Die Meinungen der Leute waren Jesus kein Hindernis, der Mensch ging bei ihm vor. Er liebte jeden einzelnen und kannte dessen Art und dafür jagte manche Stadt ihn vor das Tor. Die Frauen und die Kinder, die verhassten Samariter, sie nahm Jesus an. Er setzte sich zu Zöllnern und zu stolzen Pharisäern. Und zu dem aussätzigen Mann.

In der Stadt Jericho lebte vor vielen Jahren ein kleiner Mann. Sein Name war Zachäus. Er war Zöllner von Beruf. Alle Leute schimpften über ihn. Sie nahmen es ihm übel, dass er für den Kaiser Geld kassierte. Man sagte, dass er die Menschen oft betrog und das Geld in seine eigene Tasche steckte und dadurch sehr reich geworden war. Jeder im Ort kannte den Zöllner Zachäus. Er war sogar hier aufgewachsen. Doch keiner grüßte ihn, wenn er über die Straße ging. Alle wollten ihn spüren lassen: wir mögen dich nicht. Du bist ein Betrüger, ein richtiger Drecksack. Du bist Abschaum, absolut wertloser Dreck. Deshalb hatte Zachäus auch keine Freunde.
Eines Tages saß er an seiner Zollschranke. Da hörte er, wie zwei Männer zueinander sagten: "Heute kommt Jesus nach Jericho." "Jesus?", dachte Zachäus. "Das ist doch der Mann aus Nazareth, der schon so vielen Menschen geholfen hat." Zachäus hatte auch große Lust, Jesus zu sehen. Doch dann dachte er: "Wenn ich dorthin gehe, werden mich die Leute nicht zu Jesus lassen. Sie hassen mich sowieso alle." Zachäus war nämlich sehr klein.
Doch er wusste sich zu helfen. Am Ende der Straße stand ein großer Baum mit vielen Zweigen. Hier würde Jesus vorbeikommen. Es war gar nicht so schwer, auf den Baum hinaufzuklettern, auch wenn er so etwas seit Jahren nicht mehr gemacht hatte. Die Leute, die ihn sahen waren verärgert und sagten: "Was will der Betrüger hier. Er hat hier nichts verloren, den wollen wir hier nicht."
Zachäus schaute auf die Straße hinunter. Von weitem schon sah er sie kommen. Jesus und seine Freunde kamen die Straße entlang. Er sah sie alle ganz aus der Nähe.
Plötzlich bekam er einen Schrecken. Jesus blieb genau unter dem Baum stehen und sah nach oben. In dem Moment verstummte die Menge. Es war totenstill. Alle warteten darauf, was Jesus nun tun würde.
In die Stille hinein sagte Jesus: Zachäus, komm schnell vom Baum herunter. Ich möchte dich heute besuchen." Zachäus glaubte nicht recht zu hören. Jeder im Ort hätte sich gewünscht, dass Jesus sein Gast geworden wäre. Ausgerechnet den Drecksack Zachäus wollte er nun besuchen, ihn, den keiner im Ort mochte.
So schnell er konnte kletterte Zachäus herab. "Gern, Jesus, ,ich zeig dir den Weg. Komm mit."
In seinem Haus ließ Zachäus für Jesus ein tolles Essen zubereiten. Er konnte es gar nicht begreifen, dass Jesus ihn nicht verachtete.
Jesus sagte: Dieser Tag ist für dich und deine Familie zum Tag der Umkehr und der Rettung geworden. Du kannst dich darauf verlassen, dass Gott dich liebt."

Liebe Jugendlichen, liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, Jesus fragt nicht nach dem, was ein Mensch hat oder weiß, ob er gut oder schlecht war in der Schule. Jesus fragt nach dem, was ein Mensch ist, wer er ist. Für jeden Menschen gibt es bei Jesus eine Chance, keiner ist zu schlecht oder zu arm oder zu unbedeutend. Wir können seinem Beispiel folgen und anderen auch eine Chance geben. Wie man das machen kann, zeigen wir euch jetzt.

Anspiel 3 "Neubeginn"

Personen: Benny, Mitschülerin, Lehrer. Im Klassenzimmer der neuen Klasse.

Lehrer: "So, Leute, ich möchte euch eueren neuen Mitschüler vorstellen. Das ist Benny. Er wiederholt die Klasse 8. Herzlich willkommen bei uns, Benny. Ich wünsche Dir, dass du dich gut bei uns einlebst, und dass Du es diesmal schaffst."
Benny: "Danke."
Mitschülerin: "Hallo."
Benny: "Hallo."
Mitschülerin: "Was machst du denn heute Nachmittag?"
Benny: "Ich muss lernen. Hausaufgaben machen und so. Ich muss dieses Schuljahr unbedingt schaffen."
Mitschülerin: "Hast du Lust, zusammen zu lernen? Wenn du willst, komm ich heute Nachmittag zu dir und wir machen die Hausaufgaben gemeinsam?"
Benny: "Ich weiß nicht. Willst du wirklich?"
Mitschülerin: "Na klar. Ich mein das ernst. Wir können uns gegenseitig helfen. Ich habe Probleme in Englisch."
Benny: "Ich hab mit Mathe und Deutsch Schwierigkeiten. Also, ich freu mich, wenn du kommst."

Persönliches Kurzerlebnis eines/r  Mitarbeiter/in

Lied "Du bist Du"

Aktion "Fingerabdruck" (jede/r Gottesdienstteilnehmerin macht einen Fingerabdruck auf einen vorbereiteten Karton, den sie mit nach Hause nehmen darf; auf dem Karton wird die Einzigartigkeit jedes Menschen thematisiert durch Gedicht, Bild, usw.)

Gebet / Fürbitten

Lied "Nehmt einander an"

Segen



Zuletzt geändert von Thomas Binder (admin)  am 07.01.2010  um 00:56
<< "Die Uhr schlägt - alle."(*) oder: Zeit - wie gehen wir damit um? Übersicht