Die Landeskirche holt die Zukunft in die Gegenwart

Zukunft in der Gegenwart

Die Landeskirche wird Digital

Die Landeskirche in Württemberg widmet sich einem Thema mit Zukunft: Der Digitalisierung. Auf dem dazugehörigen Fachtag wurden neue Impulse gegeben, Fragen aufgeworfen und bestehende Modelle zur Umsetzung einer vernetzten Landeskirche erläutert. 350 Besucher waren im Saal anwesend. Über 100 Tweets sind unter #elkwuedigitalisierung zu finden. Marie Neumann hat den Tag für Sie zusammengefasst.

Wir sind gespannt, was uns erwartet …#digitalroad #elkwuedigital #hospitalhof https://t.co/z48HoOwzce

— S. Zeltwanger-Canz (@sannezc) 19. Januar 2018

Das stand in einem der ersten von über 100 Tweets zum Thema #elkwuedigital . 98 Tweets wurden während der Veranstaltung „Digitalisierung der Landeskirche“ auf der so genannten Social Wall ausgepielt. Dabei handelt es sich um eine Leinwand auf der Tweets mit dem Hashtag live eingeblendet werden und von den Zuschauern im Saal mitverfolgt werden können. Ein erster Schritt der Landeskirche hin zur Öffnung richtung Internet und digitaler Welt.

Die Welt wird Digital und ich fahre nach Stuttgart, statt zu Hause am Rechner aktiv dabei zu sein. #elkwuedigital

— Dirk Grützmacher (@DirkGrutzmacher) 19. Januar 2018

Kirchens wird digital und die Württemberger überlegen sich ne Roadmap. Werde gespannt vor dem Stream sitzen #elkwuedigital

— Steff (@TanteChili) 19. Januar 2018

Was ist damit gemeint? Nun, ein weiterer digitaler Schritt, den die Landeskirche schon jetzt umsetzt ist, dass man Veranstaltungen per Livestream mitverfolgen kann. Wer es nicht zur Veranstaltung geschafft hat, kann den Fachtag zur Digitalisierung live von zuhause aus sehen. Und natürlich auch von dort aus fleißig mitzwitschern.

Landesbischof July über digitale Herausforderungen

Für Digitalisierung Erprobungsräume schaffen. Landesbischof July #elkwuedigital

— dirk werhahn (@dirk_werhahn) 19. Januar 2018

Landesbischof Frank Otfried July sieht in einer digitalen Landeskirche viele Chancen. Als positives Beispiel hebt er hervor, dass es schon jetzt Gemeinden gibt, die sich über Apps organisieren. So kann sich jeder Interessierte schnell zum gemeinsamen Raclette im Gemeindehaus anmelden, oder Anregungen bequem von Zuhause oder Unterwegs einbringen.

Bei allen Möglichkeiten die die Digitalisierung biete, hebt July auch eventuelle Gefahren hervor: „Digitalisierung soll dienen nicht herrschen.“ Bei jeder App und Software müsse sichergestellt werden, dass die so genannten Admins nicht die Kontrolle über ihr genutztes oder erschaffenes Medium verlieren.

Zum Abschluss seiner Rede betonte der Landesbischof noch einmal, dass die Digitalisierung der Landeskirche kein Thema sei, dass in einem Quartal bearbeitet und abgeschlossen werden könne: „Die Digitalisierung wird uns in Zukunft begleiten und herausfordern.“

Das Kabarett-Duo H2O sieht in eine digitale Zukunft

H2O segnen uns mit Datenvolumen und Updates

???? Danke für dieses gute WLAN,
Danke, dass die Verbindung steht … ????#elkwuedigital

— S. Zeltwanger-Canz (@sannezc) 19. Januar 2018

Es kommt ein Chip geladen. Choräle für das 21. Jh. 🙂 #elkwuedigital

— Thomas Ebinger (@Thomas_Ebinger) 19. Januar 2018

Theo Eißler steht für digitale Kommunikation mit Herz

Geschäftsführer der Agentur „Bär, Tiger, Wolf“ Theo Eißler mahnt die Landeskirche an, in der digitalen Welt klar ihr Revier zu markieren: „Und wem überlassen 22 Millionen Evangelische in Deutschland das meistgesehene Weihnachtsvideo mit 60 Millionen Views? Edeka!“

Digitalisierung bedeute zwar, dass jeder einzelne die Macht habe Inhalte an die Öffentlichkeit zu bringen. Diese Kommunikation darf aber nicht ins blaue drauf los stattfinden, sondern sollte organisiert und mit einem klaren Konzept stattfinden. Zumindest wenn es sich bei den Kommunizierenden um eine Institution von der Größe und gesellschaftlichen Bedeutung der Württembergischen Landeskirche handelt.

Die wichtigsten Punkte aus Theo Eißlers Kommunikationskonzept sehen Sie unten im Video.

13 Tweets landeten zu Theo Eißlers Vortrag auf der Interaktiven Social Wall. Unter anderem die drei untenstehenden. 

Kommunikation, die Menschen erreicht: Theo Eißler beim „Forum Digitalisierung der ev Landeskirche in Württemberg “ #elkwuedigital pic.twitter.com/yBl1dsBXyV

— Tobias Bugala (@tobibu76) 19. Januar 2018

Digitalisierung ist die Ermächtigung des Einzeln. #Reformation #elkwuedigital

— Dirk Grützmacher (@DirkGrutzmacher) 19. Januar 2018

Bei allem Enthusiasmus wirft die Digitalisierung auch Fragen auf. Leider wurde Eißler nicht auf den Tweet aufmerksam gemacht und konnte die Frage so nicht beantworten.

Frage an Theo Eißler: wenn die Einzelnen ermächtigt werden,
was ist dann mit den bots? #elkwuedigital

— dirk werhahn (@dirk_werhahn) 19. Januar 2018

Ingo Dachwitz zeigt wie’s die Landeskirche nicht machen sollte

Ingo Dachwitz, Redakteur bei „netzpolitik.org“wendet umgekehrte Psychologie an und erklärt anschaulich, wie die Landeskirche die Digitalisierung garantiert in den Sand setzt.

Auch im Publikum und auf Twitter kommen Dachwitz‘ Impulse an.

Digital muss es heissen: KOMMUNIKATION (und nicht: „Verkündigung“) des Evangeliums. Kommunikation statt Einbahnstraße. JA, Ingo Dachwitz. @roofjoke bei #elkwuedigital

— Christoph Schweizer (@c_a_schweizer) 19. Januar 2018

„Es ist nicht die Zeit keine Experimente zu wagen!“ @roofjoke macht einen guten Job bei der #elkwuedigital pic.twitter.com/42qJzQjwAy

— Jörg Lohrer (@joerglohrer) 19. Januar 2018

An der interaktiven Kommunikation muss die Landeskirche noch arbeiten …

Die Referenten Theo Eißler und Ingo Dachwitz mit ihren Impulsreferaten beim Publikum super an. Zusammen kassierten beide 25 Tweets, davon 10 voll überschwänglichem Lob. Die Diskussionsrunde war für das Publikum leider etwas enttäuschend. Viele hätten sich eine größere weibliche Beteiligung bei diesem wichtigen Thema gewünscht. Fragen, die an die Social Wall projiziert worden waren, blieben leider unbeantwortet.

Die digitale Socialwall spielt keine Rolle beim leider viel zu kurzen Podium bei #elkwuedigital

— jippihoo (@jippihoo) 19. Januar 2018

Schön übrigens, wie viele Männer was zum Thema #elkwuedigital zu sagen haben #nicht

— Steff (@TanteChili) 19. Januar 2018

Nicht nur auf Twitter sind die 350 Besucher gefragt

In der Pause und in Diskussionsgruppen darf ausprobiert, nachgefragt und nachgedacht werden.

Die Kirchenleitung der @elkwue wagt sich in digitale Welten #elkwuedigital pic.twitter.com/h9sGGTRuTq

— Thomas Ebinger (@Thomas_Ebinger) 19. Januar 2018

Diskussionen und Workshops zur #Digitalisierung in der Kirche #elkwuedigital pic.twitter.com/OX2Mv4buEp

— Tobias Bugala (@tobibu76) 19. Januar 2018

In 10 Schritten zum Erfolg

Stefan Werner, Direktor im Oberkirchenrat und Leiter der Digitalisierungsgruppe stellte in einer umfangreichen Präsentation die 10 Meilensteine der Digitalisierung vor. Nämlich:

1. Ganzheitliches Kommunikationskonzept
2. Optimierung von Bestandsprozessen
3. Optimierung der Zusammenarbeit
4. Entwicklung Leitbild Digitalisierungsprojekt
5. Digitalisierung des Gemeindeamtes
6. Plattform „Kirche Digitale Gesellschaft“
7. Kompetenzzentrum Online Kirche
8. Digital Hub „Zukunft der Kirche“
9. Entwicklung von Innovationen
10. Die vernetzte Kirche

Die gesamte Prezi-Präsentation sehen Sie unten.

Auch zu Werners Präsentation gab es Stimmen auf Twitter. 15 insgesamt. Hier sindzwei davon:

Das ist sie: Die DIGITAL Roadmap der #elkwuedigital pic.twitter.com/lMQycPqaKy

— Jörg Lohrer (@joerglohrer) 19. Januar 2018

Die Digitalisierung ist männlich, Ü40 und trägt Anzug … Hmm … #elkwuedigital

— jippihoo (@jippihoo) 19. Januar 2018

Martin Kastrup erklärt die Kommunikationsplattform

Der Digitalisierungsprozess soll nicht allein von der Arbeitsgruppe der Landeskirche vorgegeben werden. Interessierte können auch jetzt schon zur Arbeitsgruppe Kontakt aufnehmen und ihre Ideen einrechen. Auf einer eigens eingerichteten Kommunikationsplattform, können Internet-Affine Kreative zu bereits gelisteten Themen mitdiskutieren. Nutzer der Plattform können auch selbst Themen für Diskussionsgruppen erstellen.

Ich kann Ihnen hier ja viel erzählen. Sie können sich aber auch einfach eine Zusammenfassung des Tages mit Auszügen der Redner anhören und Meinungen der Besucher ansehen. Viel Spaß dabei.

Zum Abschluss lässt sich nur noch sagen:

Großes Techno-Wort: „digitale Roadmap“ der Landeskirche. Ich war skeptisch. Aber ehrlich: Die Auftaktveranstaltungsveranstaltung heute zur Digitalisierungskampagne der @elkwue war gut! Und by the way hat des EvangMedienhaus als Kompetenzzentrum beeindruckt. #elkwuedigital

— Christoph Schweizer (@c_a_schweizer) 19. Januar 2018

Dieser Weg wird kein leichter sein… #Roadmap #elkwuedigital

— Tobias Schneider (@pfarrertobias) 19. Januar 2018

Quelle: Evangelische Landeskirche Württemberg ( http://www.elk-wue.de/index.php?type=13)
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