Qualitätsleitfaden für Freizeiten verabschiedet

Evangelische Landeskirche Württemberg

Leinfelden-Echterdingen/Stuttgart. Bei der Delegiertenversammlung des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) am 17. Mai haben die Vertreter aus ganz Württemberg nach zweijähriger Erprobungsphase einen „Qualitätsleitfaden für Freizeiten“ verabschiedet. Er dient zukünftig als Richtlinie für alle, die Freizeiten im Bereich des EJW auf Bezirks-, Orts und Landesebene durchführen. Im Reiseportal des EJW (http://www.ejw-reisen.de) sollen sich alle Jugend- und Gruppenreisen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zukünftig daran orientieren. Die Grundsätze, Mindeststandards und Qualitätsziele richten sich sowohl an die Verantwortlichen, als auch an Teilnehmer von Freizeiten und deren Eltern. In einer Diskussionsrunde stellten die ehrenamtlichen Mitarbeiter fest, dass sich ihre Freizeitangebote schon jetzt auf einem hohen Qualitätsniveau bewegen. Sie betonten, dass dieser Leitfaden wichtig sei, um die Erwartungen an Mitarbeiter zu konkretisieren. Die Freizeitarbeit gehört zum Kernbereich kirchlicher Jugendarbeit. Nach der letzten Statistik nehmen in Württemberg jährlich rund 22.600 Kinder, Jugendliche und Erwachsene an über 680 mehrtägigen Ferienfreizeiten der Evangelischen Jugendwerke, Kirchengemeinden und CVJM teil. Sie werden von rund 6.300 überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeitern organisiert und durchgeführt. Der vollständige Qualitätsleitfaden steht im Internet unter  http://www.ejw-reisen.de/qualitaet zur Verfügung.

Jugendwerk ist Sensor für gesellschaftliche Veränderungen

In einer Fragerunde mit den 138 Delegierten ging Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July auf das Verhältnis von Projekt- und Planstellen ein. Dabei hob er hervor, dass Projektstellen auch eine Antwort auf die Ideen und Wünsche des Jugendwerks wären. „Projektstellen bieten die Chance, neue Ideen auszuprobieren und schneller zu reagieren, wenn sich die Gesamtsituation verändert.“ Schwierig sei es, „wenn das Verhältnis von den festen Stellen und den Projektstellen einmal umkippt.“ Darauf müsse man achten. Auf die Frage, was der Auftrag der Jugendarbeit beim Thema Ganztagesschule, sei meinte der Landesbischof, dass die Jugendarbeit dabei vor neuen Herausforderungen stehe, da die alten Muster der Zeitverteilung nicht mehr zutreffend wären. „Wir müssen stärker an den Schulen und in den Lebensbereichen präsent sein, wo Jugendliche sind, vor allem wenn wir eine aufsuchende Kirche sein wollen, als Ansprechpartner und als welche, die Zeugnis geben von ihrem Glauben.“ Vom Jugendwerk wünscht er sich, dass es bleibt was es ist, ein lebendiger Motor an Ideen, Innovationsvorschlägen und Projekten. „Ich brauche das Jugendwerk als Sensoren, für das, was sich gesellschaftlich in einem bestimmten Korridor verändert.“ Außerdem wünscht er sich, dass das EJW mithilft beim Bau des „Mehrgenerationenhaus Kirche“.

Jugendarbeit stellt sich veränderten Rahmenbedingungen

In drei Gesprächsgruppen beschäftigten sich die Delegierten auch mit den veränderten Rahmenbedingungen für die kirchliche Jugendarbeit. Dazu hat das EJW im Rahmen der dreijährigen Kampagne „Denkwerkstatt Zukunft“ zu neun Themenbereichen sogenannte „Denkkarten“ entwickelt, mit denen sich die Verantwortlichen in der Jugendarbeit spielerisch und kreativ mit aktuellen Herausforderungen in der Jugendarbeit beschäftigen können. Neben Themen wie „Jugendarbeit und Schule“, „Neue Medien“ und „Demografie und ländlicher Raum“, die im Jahr 2012 vorgestellt wurden, ging es im letzten Jahr um die Themen „Geld und Ehre“, „Konfirmandenarbeit“ und „Jugendarbeit in der Stadt“. In diesem Jahr standen die Themen „Freizeiten“, „Ihr bestimmt“ und „Jugend glaubt“ auf der Tagesordnung. Verantwortliche in der Jugendarbeit wurden ermutigt, nach vorne zu denken und sich gemeinsam wichtigen Zukunftsthemen zu stellen. Die Denkkarten können unter

www.ejw-denkwerkstatt.de auch heruntergeladen werden.

Weitere Informationen, Bilder und Audiobeiträge unter:

http://www.ejw-dv.de 

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