Ein Ort menschlicher Zuwendung

Evangelische Landeskirche Württemberg

Das Hospiz Esslingen der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde will Menschen in ihren letzten Lebenstagen oder –wochen einen Ort geben, an dem sie liebevoll und kompetent umsorgt werden, und ihnen so ein Sterben in Würde ermöglichen. Dieses Anliegen kann durch die Eröffnung des Hospizes nun in die Tat umgesetzt werden.

Um einen solchen Raum der Zuwendung mit zugleich professioneller Versorgung zu schaffen, wurde das 1824 erbaute ehemalige evangelische Pfarrhaus in der Keplerstraße 40 gegenüber der Martinskirche in Oberesslingen grundlegend saniert und um einen Anbau erweitert. Das Hospiz steht allen Menschen offen, die an einer tödlichen Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium leiden und weder zuhause noch im Pflegeheim ausreichend betreut werden können – unabhängig von Religion, Konfession, gesellschaftlicher Stellung, Lebensform oder Weltanschauung. „Getragen ist das Hospiz Esslingen von der biblischen Botschaft, dass wir bei allen Veränderungen, die an und in uns geschehen, in der Liebe Gottes Geborgene bleiben“, betont Dekan Bernd Weißenborn.

Im Haus kommt sowohl der stationäre Bereich mit acht Betten als auch der ambulante Bereich der Hospizarbeit unter. Rund 60 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und –mitarbeiter begleiten Menschen zuhause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus. Zudem gibt es im Hospiz Räume für Angehörige, für Aus- und Fortbildung der Ehrenamtlichen sowie für Beratung und Trauerbegleitung.  Es gibt es eine 24-Stunden-Betreuung, zudem Beratung bei allen Fragestellungen, die sich in der Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden ergeben. Alle Pflegekräfte haben Erfahrung in der Palliativbehandlung.

Neben fest angestellten Pflegekräften werden auch Ehrenamtliche der verschiedenen ambulanten Hospizdienste im Landkreis mitarbeiten. Die ärztliche Versorgung übernehmen niedergelassene Ärzte. Die evangelische Pfarrerin Dorothea Gölz-Most wird für das Hospizhaus zuständig sein, aber auch andere Seelsorger aller Konfessionen und Glaubensgemeinschaften können sich dort einbringen.

Die Gesamtkosten für Bau und Einrichtung des Hospizes von 2,7 Millionen Euro werden ohne Haushaltsmittel der Gesamtkirchengemeinde und ohne Kredite finanziert, sondern ausschließlich aus Spenden, Nachlässen, Zuschüssen und Gottesdienstopfern. Die Gesamtkirchengemeinde brachte darüber hinaus das Grundstück und das Gebäude sowie den Erlös aus einem Vermächtnis ein. Dauerhafte Unterstützung leistet auch der Förderverein Hospiz Esslingen.

Am Samstag, 5. April, von 10 bis 16 Uhr sind alle Interessierte zu einem Tag der Offenen Tür im Hospiz Esslingen eingeladen.

 

Am Sonntag, 6. April, findet um 10 Uhr in der Martinskirche ein Festgottesdienst zur Eröffnung mit Prälat i. R. Martin Klumpp und Dekan Bernd Weißenborn statt. Im Anschluss gibt es für die Gottesdienstbesucher ebenfalls Führungen durch das Hospiz.

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