Die Tuba reist als Sperrgepäck

Evangelische Landeskirche Württemberg

Ein Posaunenchor? Das hören die Christinnen und Christen in Tansania nicht so häufig. Auch Kirchenkonzerte kennen sie nicht, denn Musik ist dort ein ganz wesentlicher Bestandteil der Gottesdienste. Die 22 Bläser aus dem Evangelischen Kirchenbezirk Bernhausen betreten also Neuland bei ihrem Besuch der anglikanischen Rift-Valley-Diözese. Ab dem 12. April werden sie zwei Wochen lang durch die Diözese reisen.

Der Posaunist Hans-Martin Groß aus Echterdingen ist afrikaerfahren, hat etwa zehn Reisen in viele verschiedene Länder hinter sich. „Doch das war immer touristisch“, sagt er. Nun sei er „voller Vorfreude und Spannung, weil man ja jetzt mehr mit den Leuten in Kontakt kommt“. Friedrich Hornung, der ebenfalls Posaune spielt, war mit dieser bereits vor 24 Jahren in Ghana. Vor allem die, das ist ihm noch sehr lebendig in Erinnerung, vor allem die lebende Ziege als Geschenk. Für den Aufenthalt in Tansania hat er extra zu einigen Liedern Bläsersätze geschrieben. „Wir sind gut spielfähig“, freut sich jedenfalls Dirigent und stellvertretender Bezirksposaunenwart Hans Stäbler über die gute Besetzung

Die Reise haben alle  Teilnehmer selbst bezahlt, sie kostet ihn rund 2000 Euro. Jeder Bläser hat zweimal 23 Kilogramm Freigepäck. Weil die Instrumente ganz verschieden groß sind, wird umverteilt. Die Gastgeschenke landen dann eher bei den Trompetern. Und die Tuba reist als Sperrgepäck.

Am 27. Juli um 19 Uhr werden die Bläser in der Christuskirche in Neuhausen von ihrer Reise berichten.

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