Die Barmherzigkeit des Evangeliums in allen seinen Dimensionen kommunizieren

Evangelische Landeskirche Württemberg

Bad Urach. In einem festlichen Gottesdienst, der von Diakoninnen und Diakonen mitgestaltet wurde, wurden am Sonntag Reminiszere, 16. März, 17 Menschen als Diakonin bzw. Diakon der Evangelischen Landeskirche in Württemberg berufen. Im Auftrag von Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July segnete Kirchenrat Joachim L. Beck die Diakoninnen und Diakone, die derzeit als Jugendreferent, in der Vesperkirche, in Gemeinschaftsgemeinden oder der Suchtberatung tätig sind. „Die Landeskirche braucht Sie, mit Ihren Gaben und Fähigkeiten. Sie stehen in Tat und Wort für die Barmherzigkeit Gottes. Sie werden in Ihrem Dienst ‚Fremdlinge‘ bleiben, anders formuliert: ein Gegenüber zu den Mitarbeitenden in der Jugendarbeit, zu den Jugendlichen, in der Beratungsarbeit“, sagte Kirchenrat Beck in der Predigt und machte deutlich, dass in einer Welt, in der Leistung ganz oben steht, Menschen, die Barmherzigkeit erleben und weitergeben, „fremd“ sind – und dass gerade dieses Fremde notwendig ist. Im Gruß der Landeskirche machte Kirchenrat Dieter Hödl deutlich, dass die Gemeinschaft der Diakoninnen und Diakone unverzichtbar ist. Das eine Amt, zu dem Kirche Menschen in verschiedene Dienste beruft, lebe im Miteinander der verschiedenen Gaben. Diakonin Helga Benz-Roeder und Diakon Eberhard Schütz erinnerten an die Aufgabe der Kirche, „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“ zu sein. Im Auftrag des Diakonen-und Diakoninnentages überreichten sie den Berufenen einen Salzstein, der in schwierigen Zeiten an die Berufung erinnern und damit stärken könne.

Die Landessynode hatte in der vergangenen Legislaturperiode mit dem Projekt „Diakonat neu gedacht – neu gelebt“ und dem Maßnahmenpaket I zur Zukunftssicherung des Diakonats einen deutlichen Akzent gesetzt. Diakoninnen und Diakone sind durch ihre theologische und sozialwissenschaftliche Kompetenz prädestiniert in der Einzelfallhilfe, aber auch um Strukturen, die die Ungleichheit der Gesellschaft ermöglichen, zu verändern. Diakoninnen und Diakone arbeiten in der Jugend- und Bildungsarbeit, Jugendhilfe, im Religionsunterricht, an sozialen Brennpunkten und in Beratungsstellen um materielle, seelische und geistliche Not abzuwenden oder zumindest zu lindern.

Kirchenrat Joachim L. Beck

Zur Quelle

Schreibe einen Kommentar

*