Professor Martin Beck als Tübinger Synodalvorsitzender wiedergewählt

Evangelische Landeskirche Württemberg

Professor Martin Beck bleibt für eine weitere sechsjährige Amtsperiode ehrenamtlicher Vorsitzender der Bezirkssynode des Evangelischen Kirchenbezirks Tübingen. Der 64-jährige selbstständige Unternehmens- und Personalberater wurde bei der konstituierenden Sitzung der Bezirkssynode am Montag, 17. März im Tübinger Stephanusgemeindezentrum als einziger Kandidat an die Spitze des Leitungsgremiums gewählt. In einem mehrstündigen Wahlmarathon besetzten die 121 stimmberechtigten Delegierten aus allen 44 Kirchengemeinden des Bezirks danach sieben Bezirksgremien und Ausschüsse.

 

„Ich sehe das Amt des Synodalvorsitzenden eher als dienendes und unterstützendes Amt“, erklärte Beck. Er führt den Vorsitz in der Bezirkssynode bereits seit 2002. Beck ist außerdem Honorarprofessor an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und Stiftungsratsvorsitzender der Bruderhausdiakonie Reutlingen. Da Martin Beck bei der Kirchengemeinderatswahl am 1. Dezember 2013 nicht kandidiert hatte und deshalb zunächst nicht Mitglied der Bezirkssynode war, musste er zu Sitzungsbeginn zugewählt werden. Neben ihm zugewählt wurden auch Irmhild Buttler-Klose aus Tübingen als Vertreterin des Bezirksarbeitskreises Frauen und Hochschulpfarrer Michael Seibt aus Tübingen als Vorsitzender des Kreisbildungswerks.

 

Verabschiedung von Diakoniepfarrer Christoph Cless

 

Der Tübinger Pfarrer Christoph Cless wurde von Dekanin Elisabeth Hege aus seinem Nebenamt als Bezirks-Diakoniepfarrer verabschiedet. Er bleibt weiter Pfarrer an der Tübinger Martinskirche und im Leitungsteam der Tübinger Vesperkirche, hat sein Bezirksamt aber im Zuge des Pfarrstellenstrukturplans an die Hagellocher Pfarrerin Gudrun Bertsch abgegeben, die nun mit 25 Prozent ihres Dienstauftrags neue Bezirks-Diakoniepfarrerin ist. Pfarrer Cless sei seit seinem Amtsantritt als Diakoniepfarrer im Jahr 1990 „zum Gesicht der diakonischen Arbeit unseres Kirchenbezirks“ geworden, sagte Dekanin Hege in ihrer Dankesrede. Der 61-Jährige habe die diakonische Arbeit entscheidend mitgeprägt und die Tübinger Vesperkirche mit aufgebaut.

 

Kirchenbezirksopfer für Telefonseelsorge Neckar-Alb

 

Ihren ersten inhaltlichen Beschluss fassten die Bezirkssynodalen zur Verwendung des so genannten Bezirksopfers, einer in allen Kirchengemeinden einmal jährlich eingesammelten Gottesdienstkollekte zugunsten eines Bezirks-Projekts. Die Spendensumme soll in diesem Jahr der ökumenischen Telefonseelorge Neckar-Alb zufließen, die nach Angaben ihrer neuen Leiterin Ute von Querfurth eine neue Chat-Seelsorge aufbauen möchte und im Sommer ihr 50-Jahre-Jubiläum feiern kann.

 

Kirchenbezirksausschuss und weitere Ausschüsse

 

Dekanin Hege erklärte, wegen der Größe des Kirchenbezirks und der Bezirkssynode sei es sinnvoll, auch wesentliche Aufgaben des Kirchenbezirks auf beschließende Ausschüsse zu verlagern. Sie dankte den Bezirkssynodalen, die sich in großer Zahl bereit erklärten, neben ihrer Mitarbeit im örtlichen Kirchengemeinderat und in der Bezirkssynode auch noch für weitere Ausschüsse zu kandidieren. In den Kirchenbezirksausschuss, der die Bezirkssynode als höchstes Beschlussgremium zwischen den Sitzungen vertritt und der für Finanz- und Personalplanung zuständig ist, wählte die Bezirkssynode Peter Klett aus Dußlingen, Rainer E. Müller aus Tübingen,  Professor Dr. Eberhard Schaich aus Kirchentellinsfurt, Frank Schelling aus Rottenburg, Fritz Schuller aus Pfrondorf, Kirchenpflegerin Heike Zeller aus Tübingen, Pfarrerin Gudrun Bertsch aus Hagelloch, Pfarrerin Christine Eppler aus Wankheim sowie Pfarrer Peter Rostan aus Gomaringen. Mitglieder kraft Amtes sind Professor Martin Beck als Synodalvorsitzender sowie Dekanin Elisabeth Hege und Bezirksrechner Matthias Röckle.

 

Gewählt wurden schließlich auch der Diakonische Bezirksausschuss, eine Vertreterin im Diakonieverband Reutlingen, der Bezirksjugendausschuss, der Ausschuss für Kindertagesstätten, der Ausschuss für die Psychologische Beratungsstelle, die Bezirksvertreter in den Pfarrstellenbesetzungsgremien der Kirchengemeinden sowie eine Wahlfrau, die an der Besetzung des landeskirchlichen Beirats der Beauftragten für Chancengleichheit mitwirkt.

 

Die Bezirkssynode

 

Die Bezirkssynode kommt in der Regel dreimal jährlich zusammen und beschließt über Finanzen und Personalfragen, zudem beschäftigt sie sich mit theologischen und diakonischen Themen. Jede der 44 Kirchengemeinden delegiert je nach Gemeindegröße ein bis drei ehrenamtliche Bezirkssynodale. Mitglieder kraft Amtes sind außerdem alle geschäftsführenden Pfarrerinnen und Pfarrer, die Dekanin, der Schuldekan und der Bezirksrechner.

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