Stabswechsel bei der Württembergischen Arbeitsgemeinschaft für Weltmission

Evangelische Landeskirche Württemberg

Bei der Württembergischen Arbeitsgemeinschaft für Weltmission (WAW) in Stuttgart gab es einen Stabswechsel. Die Mitgliederversammlung wählte am Dienstag, den 11. März 2014 Dr. Gisela Schneider, Direktorin des Difäm – Deutsches Institut für Ärztliche Mission e.V., zur Vorsitzenden. Sie löst damit den ehemaligen Generalsekretär der Evangelischen Mission in Solidarität in Stuttgart, Pfr. Bernhard Dinkelaker, im Amt ab. Die WAW fördert die weltmissionarische Ausrichtung der landeskirchlichen Arbeit in Württemberg und ist Träger der Landesmissionsfeste.

Der langjährige Vorsitzende der Württembergischen Arbeitsgemeinschaft für Welt-mission Pfr. Bernhard Dinkelaker wurde nun nach 18 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. In seiner Amtszeit hatte er sich vor allem dafür eingesetzt, die unterschiedlichen Positionen der in der Württembergischen Landeskirche beheimaten   Missionswerke in einer Arbeitsgemeinschaft zusammenzuführen. Für sein großes Engagement dankten ihm der 2. Vorsitzende Immanuel Kögler vom Kinderwerk Lima und der Geschäftsführer Dr. Andreas Kümmerle, Oberkirchenrat Stuttgart vom Referat Mission, Ökumene und Kirchlicher Entwicklungs-dienst, in besonderer Weise.

Als Nachfolgerin wählten die Mitglieder Difäm-Direktorin Dr. Gisela Schneider. In Ihrer Vorstellung machte die Ärztin aus Tübingen deutlich, dass Mission heute in einer globalisierten Welt neu verstanden werden will: „Der Schwerpunkt der Weltchristenheit liegt heute nicht mehr in Europa, sondern in den Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Als Christinnen und Christen des Nordens müssen wir es neu lernen hinzuhören und mit unseren Geschwistern in einen weltweiten Dialog einsteigen.“ Als Medizinerin mit langjähriger Erfahrung im missionsärztlichen Dienst bringt sie einen neuen Blickwinkel in die WAW. „Ich wünsche mir eine Arbeitsgemeinschaft, die vor allem auf unsere Schwestern und Brüder aus unseren Partnerländern hört, sie in unseren Diskurs und unser gemeinsames Lernen einbezieht. Dabei müssen wir über den Tellerrand sehen und den Reichtum des Glaubens aus unseren Partnerländern aufnehmen und sie auch in unsere Kirchen und Gemeinden einbringen. Ich wünsche mir eine WAW, die mit einer Stimme spricht und auch als prophetische Stimme in unserem Land wahrgenommen wird, die sich für mehr Gerechtigkeit einsetzt. Nur wenn wir gemeinsam als Christinnen und Christen sprechen, werden wir in unserer post-modernen Gesellschaft auch wieder ernst genommen werden.“ Bei ihrer neuen Aufgabe als Vorsitzende will sie eng mit den unterschiedlichen Werken und dem Referat für Mission, Ökumene und Entwicklung zusammenarbeiten.

Die WAW bringt kirchliche und freie Werke, die im Missions- und Entwicklungsdienst im Bereich der evangelischen Landeskirche Württemberg tätig sind, zusammen und berät in entwicklungspolitischen und missionstheologischen Fragen.

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