Sieben Wochen für ein besseres Miteinander

Evangelische Landeskirche Württemberg

Am kommenden Samstag, 8. März, schließt die Stuttgarter Vesperkirche. Jetzt zogen der Stuttgarter Stadtdekan Søren Schwesig und Diakonie-Pfarrerin Karin Ott eine erste Bilanz. Danach ist die Zahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent gestiegen. Und dies, obwohl die 20. Stuttgarter Vesperkirche „die wärmste Vesperkirche aller Zeiten“ gewesen sei. „Die Armut verfestigt sich weiter auf hohem Niveau“, folgert Karin Ott, die die älteste aller Vesperkirchen leitet.

Eines der größten Probleme für die Armen sei, bezahlbaren Wohnraum zu finden. „Dass wir uns in einem der reichsten Länder der Welt noch immer mit solchen Fragen auseinandersetzen müssen, ist beschämend“, so die Diakonie-Pfarrerin.

„Sieben Wochen Stuttgarter Vesperkirche zeigen, wie das Miteinander auch funktionieren könnte“, betonte der Stuttgarter Stadtdekan Søren Schwesig. Die mehr als 800 ehrenamtlichen Mitarbeiter, die rund 12.000 Arbeitsstunden leisteten, trügen dazu bei, Vorurteile gegenüber Armen, Bedürftigen und Einsamen abzubauen. Er hoffe, dass Armut verstärkt thematisiert und die Belange der Benachteiligten in den Fokus gerückt werden, erklärte Schwesig.

Die 20. Stuttgarter Vesperkirche hat pro Tag rund 620 warme Mahlzeiten und etwa 500 Vesperbeutel ausgegeben. Ein siebenköpfiges Ärzteteam sowie eine Zahnärztin versorgten Kranke, zwei Frisöre steuerten rund 200 Haarschnitte bei und die Veranstaltungsreihe „Kultur in der Vesperkirche“ jährte sich zum zehnten Mal.

Die Stuttgarter Vesperkirche schließt am Samstag, 8. März, um 16 Uhr mit einem Abschlussgottesdienst mit Landesbischof Frank O. July und Diakonie-Pfarrerin Karin Ott.

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