Ärzte im Kirchturm: Tübinger Vesperkirche bietet noch mehr Service

Evangelische Landeskirche Württemberg

Die Tübinger Vesperkirche startet erstmals sonntags: Der Eröffnungsgottesdienst ist am Sonntag, 26. Januar um zehn Uhr in der evangelischen Martinskirche in der Frischlinstraße 35, danach bekommen die Gäste das erste Mittagessen. Die fünfte Tübinger Vesperkirchen-Saison bringt eine um eine Woche verlängerte Öffnungszeit sowie erweiterte Service- und Hilfsangebote.

 

Öffnungszeiten: Die Vesperkirche öffnet ihre Türen erstmals vier Wochen lang, nämlich vom 26. Januar bis zum 22. Februar täglich von 11.30 bis 14.30 Uhr. Dann gibt es eine warme Mahlzeit auf Spendenbasis in einer vielfältigen Gemeinschaft, zudem auf Wunsch ärztliche Beratung, Fußpflege, Massage, einen Haarschnitt oder Gesprächsangebote.

 

Gottesdienste: Diakon Peter Heilemann gestaltet den Eröffnungsgottesdienst zusammen mit ehemaligen Häftlingen und Mitarbeitenden der Tübinger Untersuchungshaft. Am 2. Februar predigt Dekanin Elisabeth Hege, am 9. Februar Pfarrer Christoph Cless und am 16. Februar Pfarrerin Hanna Hartmann, jeweils um zehn Uhr.

 

Serviceangebote: Friseurmeisterin Anja Murrmann und Friseurmeister Andreas Haas schneiden montags und mittwochs im Martinssaal die Haare der Gäste. Die früheren Nehrener Ärzte Dr. Susanne und Dr. Ulrich Ziegler beraten und behandeln die Gäste dienstags im Kirchturm. Angelika Bäuerle-Brugger bietet donnerstags im Martinssaal Fußpflege an. Und Lucia Müller massiert freitags ebenfalls im Martinssaal – jeweils während der normalen Vesperkirchen-Öffnungszeiten.

 

Vorträge und Gesprächsangebote: Eine offene Gesprächsrunde bietet Karola Vollmer von der Evangelischen Erwachsenenbildung immer donnerstags um 14.15 Uhr im Turmzimmer an. Eine Gesprächsrunde zum Thema „Leben am Rande – Schicksal?“ leitet Renate Oetker-Funk von der ökumenischen Psychologischen Beratungsstelle Brückenstraße am Freitag, 31. Januar um 15 Uhr. Ein Volksmärchen für Erwachsene und ältere Kinder erzählt Gudrun Hoffmann am Sonntag, 9. Februar um 14 Uhr. Und einen Vortrag über „Gewinner und Verlierer – Psychosoziale Aspekte der Wettbewerbsgesellschaft“ hält Dr. Rainer Funk am Mittwoch, 12. Februar um 20 Uhr.

 

Ausstellung: Während der ganzen Vesperkirchenzeit ist die Ausstellung „Knastkunst“ mit Bildern aus der Tübinger Untersuchungshaft in der Vesperkirche zu sehen.

 

Benefizveranstaltungen: Dieter Baumann gastiert mit seinem Comedy-Programm „Die Götter und Olympia“ am Freitag, 31. Januar um 20 Uhr im Eberhardsgemeindehaus in der Eugenstraße 30. Katrin Seeger und Elisabeth Fröschle geben ein Orgelkonzert mit Werken von Bach und Buxtehude am Freitag, 14. Februar um 20 Uhr in der Stiftskirche. Heiner Kondschak singt „eigene und eng befreundete Lieder“ am Donnerstag, 20. Februar um 19.30 Uhr im Haus der Kirche („Villa Metz“) in der Hechinger Straße 13. Der Eintritt zu allen Benefizveranstaltungen ist frei, deshalb gibt es keinen Kartenvorverkauf. Spenden zugunsten der Vesperkirche sind willkommen.

 

Kuchen-, Kleider- und Geldspenden sind nötig und willkommen: Kuchen fehlen insbesondere noch für die Tage 2., 10. und 17. Februar; über die telefonische Anmeldung einer Kuchenspende freut sich Vesperkirchen-Koordinatorin Anke Eckold (07071-9304-12, http://vesperkirche@dont-want-spam.evk.tuebingen.org). Kleiderspenden können direkt in der Vesperkriche abgegeben werden und Geldspenden sind willkommen auf dem Konto der Tübinger Vesperkirche (Nummer 4444112 bei der KSK Tübingen, BLZ 64150020).

Die Tübinger Vesperkirche wird getragen vom Evangelischen Kirchenbezirk Tübingen. Die Kosten in Höhe von voraussichtlich über 50.000 Euro werden überwiegend aus Spenden finanziert. Rund 50 Ehrenamtliche servieren täglich über 300 warme Mahlzeiten auf Spendenbasis. Damit steht die Tübinger Vesperkirche unter den 26 Vesperkirchen in Baden-Württemberg an fünfter Stelle nach Stuttgart und Ravensburg mit jeweils über 600 sowie Ludwigsburg und Pforzheim mit jeweils rund 500 Mahlzeiten.

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