„Sie können die Ausrichtung der Landeskirche mitbestimmen“

Evangelische Landeskirche Württemberg

77.544 evangelische Christinnen und Christen sind im Evangelischen Kirchenbezirk Tübingen am kommenden Sonntag, 1. Dezember zur Kirchenwahl aufgerufen: Gewählt werden die Leitungsgremien vor Ort und an der Spitze der Landeskirche, nämlich die Kirchengemeinderäte und das „Kirchenparlament“, also die Landessynode. Letztere wird bundesweit nur in Württemberg von der Basis in Urwahl gewählt. Wahlberechtigt sind erstmals Jugendliche schon ab 14 Jahren. Zuvor war das Mindestalter für die Teilnahme an der Kirchenwahl 16 Jahre.

 

44 Kirchengemeinderats-Gremien werden bezirksweit gewählt. Gegenwärtig übernehmen 342 Ehrenamtliche dort Leitungsverantwortung; eine ähnliche Anzahl ist am kommenden Sonntag wieder zu wählen. Nicht in allen Kirchengemeinden stehen mehr Kandidierende zur Wahl als Plätze zu besetzen sind. Auch wenn deshalb mancherorts keine Auswahl, sondern eine Beauftragung stattfinde, sei es für die ehrenamtlichen Kandidierenden wichtig zu wissen, dass viele Gemeindeglieder hinter ihnen stehen, betont Dekanin Elisabeth Hege: „Die Kirchengemeinderäte werden über Finanzmittel, Personalfragen und Pfarrstellenbesetzungen entscheiden. Dafür brauchen sie eine Beauftragung durch eine möglichst breite Wahlbeteiligung.“

 

Eine Auswahl gibt es überall bei der gleichzeitig stattfindenden Wahl zur württembergischen evangelischen Landessynode. Dieses „Kirchenparlament“ setzt sich zu zwei Dritteln aus so genannten Laien und einem Drittel Theologen zusammen. Im Wahlkreis Tübingen werden zwei Laien und ein Theologe gewählt. Die Synodalen bilden im Kirchenparlament so genannte Gesprächskreise, die allerdings nicht so straff organisiert sind wie Fraktionen in politischen Parlamenten. Als Laienkandidaten kandidieren Hannes Ackermann aus Walddorfhäslach für den Gesprächskreis „Kirche für morgen“, Horst Haar aus Remmingsheim für die „Lebendige Gemeinde“ und Dr. Harald Kretschmer für die „Offene Kirche“. Die beiden Theologenkandidaten sind Pfarrer Dr. Martin Brändl für den Gesprächskreis „Lebendige Gemeinde“ und Schuldekan Hans-Joachim Heese für „Evangelium und Kirche“. Infos zu den Kandidaten und ihren Profilen sowie zur Kirchenwahl insgesamt finden sich auf der http://Internetseite des Kirchenbezirks. „In der Landessynode wird die grundlegende Ausrichtung unserer Landeskirche festgelegt“, erklärt Dekanin Hege: „Alle Wahlberechtigten können darüber mitbestimmen.“

 

Die Wahlberechtigten haben ihre Wahlunterlagen bereits bekommen. Sie können ihre Stimmen entweder am Sonntag persönlich im angegebenen Wahllokal abgeben oder vorab per Briefwahl wählen. Jugendliche Erstwähler aus dem Kirchenbezirk Tübingen können zusätzlich an einem http://Gewinnspiel teilnehmen. Dekanin Hege appelliert an die Wahlberechtigten im Bezirk Tübingen: „Sie haben die Wahl – bitte machen Sie davon Gebrauch und gehen Sie am Ersten Advent wählen!“

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