Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg feiert 40. Geburtstag

Evangelische Landeskirche Württemberg

Stuttgart/Freiburg. Am Sonntag, 7. Juli, feiert die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg (ACK-BW) mit einem ökumenischen Festgottesdienst im Freiburger Münster und einem sich anschließenden Jubiläumsempfang ihr 40-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung am 7. Juli 1973 in Freiburg leistet die auf inzwischen 21 Kirchen und christliche Gemeinschaften angewachsene ACK einen wichtigen Beitrag zur interkonfessionellen Verständigung und Zusammenarbeit und kann auf ein Netzwerk von mehr als 70 regionalen Arbeitsgruppen zurückgreifen.

Im Anschluss an den Gottesdienst findet in der „Kooperatur“ am Münsterplatz ein Jubiläumsempfang statt. Dabei wird auch das zum Jubiläum erscheinende Buch „Kirchengeschichte am Oberrhein – ökumenisch und grenzüberschreitend“ vorgestellt. Es beleuchtet die Rolle und Zusammenarbeit der Kirchen angesichts der wechselvollen Geschichte von Auseinandersetzungen, Kriegen, Verwerfungen und Vertreibungen in der Region.

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen sucht auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene im ökumenischen Gespräch Anknüpfungspunkte und Gemeinsamkeiten. „Von einander lernen – mit einander beten – zu einander finden“: Dieses Motto der ACK habe sich bewährt, sagt Pfarrer Dr. Albrecht Haizmann, Geschäftsführer der ACK Baden-Württemberg. „In allen unseren Mitgliedskirchen gibt es unvereinbare Gegensätze, die aber eine Zusammenarbeit nicht verhindern, sondern diese erst recht sinnvoll und nötig machen. Es gilt die Regel: Auch schwerste Probleme sind am besten zu bewältigen, wenn man zusammen an einem Tisch sitzt, Vertrauen aufbaut und eine Gesprächskultur entwickelt.“

Neben den interkonfessionellen ist inzwischen auch der interreligiöse Dialog getreten. Die Fachgruppe „Begegnung mit dem Islam“, in der Islambeauftragte mehrerer Mitgliedskirchen zusammenarbeiten, trägt seit Jahren durch Informationsbroschüren und Arbeitshilfen zu einem besseren Verständnis von Muslimen und ihrem Glauben bei. Oberkirchenrat Prof. Dr. Ulrich Heckel, seit 2012 Vorsitzender der ACK Baden-Württemberg: „Wir leben in einer Situation, in der bei Schul- oder Stadtfesten gemeinsame religiöse Feiern stattfinden. Wir stehen vor der Herausforderung, wie diese zu gestalten sind. Das kann nicht jeder für sich lösen. Die ACK hat Erfahrungen gemacht, wie man mit Unterschieden umgeht. Diesen interkonfessionellen Erfahrungsschatz möchten wir für den interreligiösen Dialog fruchtbar machen, und zwar so, dass die eigene religiöse Identität bewahrt werden kann.“

Zum Auftakt des Jubiläumsjahres reisten 30 Delegierte der ACK-BW zu ökumenischen Begegnungen nach Genf. Dort trafen sie unter anderem Vertreter des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) und der Reformierten Weltgemeinschaft und besuchten das Orthodoxe Zentrum des Ökumenischen Patriarchats in Chambésy.

Weitere Informationen
http://http://www.ack-bw.de/

Kirchengeschichte am Oberrhein –ökumenisch und grenzüberschreitend. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen herausgegeben von Klaus Bümlein, Marc Feix, Barbara Henze und Marc Lienhard. 648 Seiten mit 117 s/w-Abbildungen und 52 farbigen Abbildungen, fester Einband. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher. ISBN 978-3-89735-773-0. 36,00 Euro.

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