„Wir blicken über den Kirchturm hinaus“

Evangelische Landeskirche Württemberg

Friedrichshafen/Stuttgart. Vom 14. bis 16. Juni finden in Friedrichshafen das Gustav-Adolf-Fest und der Oberschwäbische Posaunentag statt. Erstmals seit Bestehen des Gustav-Adolf-Werks Württemberg (GAW) wird das Fest zusammen mit dem Posaunenwerk des Evangelischen Jugendwerks Württemberg (EJW) ausgerichtet. Schon seit Jahren sei den Veranstaltern die Terminüberschneidung ein Dorn im Auge gewesen, erklärt Ulrich Hirsch, Geschäftsführer des GAW, den Zusammenschluss.

Das GAW unterstützt evangelische Minderheiten in Europa, Südamerika und Russland. Zum Beispiel durch finanzielle Beteiligung an Bauvorhaben oder soziale Projekte, bei der Vergabe von Stipendien oder durch die Entsendung von Freiwilligen ins Ausland. Diese Unterstützung solle auch beim zweijährig stattfindenden Gustav-Adolf-Fest deutlich werden, erklärt Hirsch. Ziel der dreitägigen Veranstaltung sei es, die Arbeit des GAW im Oberschwäbischen sowie überregional immer wieder neu ins Bewusstsein der Gemeinden zu bringen. „Es gibt hier in der Region keine Gemeinde, die vom Gustav-Adolf-Werk noch nicht in irgendeiner Art und Weise Hilfe erfahren hat“, sagt Hirsch. Jetzt wolle man den Blick nach außen richten. So solle beispielweise die Gründung eines Posaunenchors in Montevideo (Uruguay) finanziell unterstützt werden.

Zum Eröffnungsgottesdienst am Freitag, 14. Juni, erwartet das GAW rund 500 Besucher. Ulrich Hirsch hofft, dass die Gäste durch die Veranstaltungen einen Eindruck von der Dimension des Werkes bekommen. Vertreter aus 14 verschiedenen Ländern, darunter Italien, Österreich und die Schweiz, aber auch Argentinien, Uruguay, Brasilien und Russland stehen auf der Gästeliste. „Die evangelische Kirche wirkt weltweit. Wir sind nicht nur Kirche vor Ort, sondern blicken weit über den Kirchturm hinaus. Mit dem Fest wollen wir zeigen, dass die evangelische Gemeinde weltweit miteinander verbunden ist“, so Hirsch. Von den Gästen aus dem Ausland könne die Gemeinde nur lernen.Ein zentraler Programmpunkt sei daher der Entsendungsgottesdienst für Freiwillige am Samstag, 15. Juni, um 17 Uhr im Bonhoeffer-Haus. Insgesamt machen sich 21 junge Menschen auf den Weg nach Argentinien, Brasilien, Uruguay und andere Länder. Dieses Jahr zum ersten Mal mit dabei: Aserbaidschan.

Das Highlight des Sonntags stellt die Fahrt der Bodenseefähre „Euregia“ dar. 700 Gäste, davon 400 Posaunenbläser werden mit an Bord sein. Auf dem See feiern sie einen Bläser-Gottesdienst mit Pfarrer Gottfried Heinzmann vom EJW und Prälatin Gabriele Wulz.

Die Abschlussfeier des Oberschwäbischen Posaunentages und des GAW-Festes wird verbunden mit dem 20-jährigen Jubiläum der Bodensee-Oberschwaben-Bahn. „Da ist uns für den Abschluss noch ein besonderes Glück widerfahren“, freut sich Hirsch.

Jens Schmitt


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http://Gustav-Adolf-Werk
http://Posaunenarbeit des EJW

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