Landesbischof July besucht slowenische Lutheraner – Empfang beim Staatspräsidenten

Evangelische Landeskirche Württemberg

Stuttgart/Slowenien. Auf Einladung des slowenischen Bischofs Geza Ernisa war Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July vom 29. bis 31. Mai Gast in der Lutherischen Kirche Sloweniens. Der LWB-Vizepräsident July und Ernisa sind beide Ratsmitglieder beim Lutherischen Weltbund in Genf. Beide Kirchen verbindet der Reformator und Bibelübersetzer Primus Truber, der, in Slowenien geboren, für viele Jahre auch in Urach und Tübingen-Derendingen wirkte.

Die kleine Lutherische Kirche Sloweniens hat rund 20.000 Gemeindeglieder in 14 Gemeinden mit vier Pfarrerinnen und zehn Pfarrern. Die Kirche zeigt ein reges Gemeindeleben. Gottesdienste, Unterricht, Diakonie, Jugend- und Pressearbeit weisen einen volkskirchlichen Charakter auf. Der räumliche Schwerpunkt der Kirche liegt traditionell im östlichen „Über-Mur-Gebiet“ (Prekmurje). Der Reformationstag ist im überwiegend katholischen Slowenien Staatsfeiertag. Die Ein-Euro-Münze des EU-Landes trägt das Konterfei des Reformators Primus Truber.

Landesbischof July wurde bei seinem kurzen Besuch vom slowenischen Staatspräsidenten Borut Pahor empfangen und führte auch Gespräche mit dem stellvertretenden Premierminister Dejan Zidan. Besonderes Augenmerk bei den Gesprächen wurde auf die Staats-Kirchen-Beziehungen in den beiden Ländern gelegt.

Landesbischof July besuchte einige Gemeinde der evangelischen Kirche in Slowenien und traf mit Botschaftsvertretern der deutschen Botschaft in Ljubljana zusammen. Er besichtigte den Geburtsort von Primus Truber in Rascica und sprach mit den Pfarrerinnen und Pfarrern der slowenischen Kirche.

Die Beziehungen zur slowenischen Kirche, so July, sollen in Zukunft noch enger werden und der Austausch zwischen beiden Kirchen noch intensiver. Bereits jetzt gibt es gute Beziehungen zwischen Wolfschlugen (Landkreis Esslingen) und Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens, sowie dem Kirchenbezirk Urach zur slowenischen Kirche. Auch das württembergische Gustav-Adolf-Werk pflegt seit vielen Jahren guten Kontakt zu den Lutheranern in Slowenien.

Zur Quelle

Schreibe einen Kommentar

*