EKD ruft zur Fürbitte für entführte syrische Bischöfe auf Schindehütte

Evangelische Landeskirche Württemberg

Der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Martin Schindehütte, hat im Zusammenhang mit den Meldungen über die Freilassung der syrischen Bischöfe Mar Gregorios Yohanna Ibrahim von Aleppo und Metropolit Boulose Yazigi, die sich leider bisher als falsch erwiesen haben, zur Fürbitte für die Entführten und für alle Opfer des Bürgerkrieges in Syrien aufgerufen: „Mit großer Betroffenheit hörten wir gestern von beiden Patriarchen und auch aus der Diözese Aleppo, dass beide Bischöfe weiterhin in der Gewalt der Entführer sind“, erklärte Schindehütte heute in Wien.

Schindehütte forderte die sofortige Freilassung der beiden Bischöfe und forderte alle Konfliktparteien auf, zu einer politischen Lösung des Bürgerkrieges beizutragen. „Unsere Gebete und Fürbitten gelten unseren Glaubensgeschwistern in Syrien und allen Menschen, die dort leiden, Christen wie Muslimen gleichermaßen. Mord und Entführung sind kein Mittel der politischen Auseinandersetzung“, sagte der Auslandsbischof. „Mar Gregorios ist durch seine langjährige Mitarbeit im Weltkirchenrat bekannt“, so Schindehütte und weiter: „Mar Gregorios stand mit uns in regelmäßigem Austausch über die Situation in Syrien“.

Metropolit Boulos Yazigi ist der Bruder des derzeitigen griechisch-orthodoxen Patriarchen und gemeinsam mit Mar Gregorios im interreligiösen Dialog engagiert. Nachdem die beiden Kirchenführer auf der Rückkehr aus dem türkischen Gebiet ihrer Diözese von unbekannten Entführern verschleppt worden waren und mehrere Quellen am Dienstag die Freilassung der Kirchenvertreter gemeldet hatten, teilte die Diözese von Aleppo der EKD gestern mit, dass sich beide Bischöfe weiterhin in der Gewalt der Entführer befänden. Dies bestätigten der syrisch-orthodoxe und der griechisch-orthodoxe Patriarch in einem heute Morgen verbreiteten Aufruf.

In Aufnahme des Aufrufes beider Patriarchen forderte Schindehütte alle Seiten des Konfliktes auf, sowohl willkürliche Verhaftungen als auch Entführungen zu unterlassen. „Es muss sichergestellt werden, dass diese gravierenden Menschenrechtsverletzungen untersucht und vollständig aufgeklärt werden!“ so Schindehütte abschließend.

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