„Bruderhausdiakonie baut dort, wo das Leben spielt“

Evangelische Landeskirche Württemberg

Im Zentrum von Reutlingen ist das für 15,2 Millionen Euro neu errichtete Gustav-Werner-Stift am Freitag, 12. April feierlich eröffnet worden. Landrat Thomas Reumann lobte die „beispielhafte Vernetzung von Alten- und Behindertenhilfe mit ambulanten, teilstationären und stationären Angeboten“. Oberbürgermeisterin Barbara Bosch gratulierte der Bruderhausdiakonie zu deren aufwendigstem Einzelprojekt: „Gustav Werner wäre stolz auf Sie!“

 

Der vierstöckige Neubau mit 72 Wohn- und Pflegeplätzen für ältere Menschen sowie 22 betreuten Zwei- und Drei-Zimmer-Seniorenwohnungen entstand am Wandelknoten direkt gegenüber der neuen Stadthalle. Im Dachgeschoss gibt es ein Fachpflegeheim der Behindertenhilfe Neckar-Alb mit 14 Plätzen. Im Erdgeschoss stehen 15 Tagespflegeplätze für Senioren und 36 Plätze für behinderte Senioren zur Verfügung, daneben lädt ein Café zur Begegnung ein. Der Kostenrahmen von ursprünglich 16 Millionen Euro sei leicht unterschritten worden, lobte Günter Braun als fachlicher Vorstand der Bruderhausdiakonie. Fördergelder in Höhe von 2,37 Millionen Euro kamen vom Land Baden-Württemberg, 885.000 Euro steuerte der Landkreis Reutlingen bei und 258.000 Euro der Kommunalverband für Jugend und Soziales.

 

„Hier ist die Keimzelle von Gustav Werners diakonischer Arbeit“, erinnerte Braun an die Geschichte der Bruderhausdiakonie: „Hier hat Gustav Werner 1843 seine Papierfabrik erworben.“ Oberbürgermeisterin Barbara Bosch lobte: „Sie verwirklichen hier die Teilhabe von Menschen mitten in der Stadt. Dafür steht die Bruderhausdiakonie.“ Landrat Thomas Reumann stimmte ihr zu: „Die Bruderhausdiakonie baut ihre Einrichtungen dort, wo das Leben spielt.“ Der Vorstandsvorsitzende der Bruderhausdiakonie, Pfarrer Lothar Bauer, erklärte: „Manche Senioren sind heute verwaist, wenn sie ihre Kinder erfolgreich zu Weltbürgern erzogen haben und mit ihnen skypen. Für sie ist dieses Haus da.“ Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg, Heike Baehrens, rief die Reutlinger Ortsgemeinden zur Begegnung mit den neuen Nachbarn auf: „Teil haben und Teil sein hat auch mit teilen zu tun, ganz konkret mit dem Teilen von Zeit und Geld, von Glück und Trauer, von Macht und Ohnmacht, von Glauben und Zweifel. Ich wünsche den Gemeinden, dass sie sich bereichern lassen durch das Miteinander.“

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