PREISE IM SCHÜLERWETTBEWERB CHRISTENTUM UND KULTUR VERLIEHEN

Evangelische Landeskirche Württemberg

Karlsruhe. Mit einer Arbeit über die „Friedhofskultur im Wandel der Zeit“ haben Max und Tom Rumpf von der Heimschule Lender den ersten Preis im Schülerwettbewerb Christentum und Kultur gewonnen. Platz zwei ging an Elias Hoffbauer (Spohngymnasium Ravensburg), zudem gab es drei dritte Preise. Der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Ulrich Fischer, überreichte die Auszeichnungen am Mittwoch in Karlsruhe.

Zum zehnten Mal waren Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg in diesem Jahr aufgerufen, Arbeiten zum Thema Christentum und Kultur einzureichen. Der Wettbewerb wird von den beiden Evangelischen Landeskirchen in Baden und in Württemberg sowie den katholischen Bistümern Rottenburg-Stuttgart und Freiburg gemeinsam verantwortet und jedes Schuljahr neu aufgelegt.

Die kulturellen Ausdrucksformen des Christentums stünden „konfessionell akzentuiert auf einem soliden ökumenischen Fundament“, betonte der Bildungsreferent der badischen Landeskirche, Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht, bei der Preisverleihung. Deshalb könne ein solcher Schülerwettbewerb nur ökumenisch sein. Susanne Orth von der Schulabteilung der Erzdiözese Freiburg bekräftigte, der Wettbewerb sei ein hervorragendes Beispiel für die lange konfessionelle Kooperation in der Religionspädagogik und in der Bildung. „Sie ist auch Ausweis für das gute ökumenische Miteinander der evangelischen Landeskirchen und der katholischen Diözesen in Baden-Württemberg“.

Der ökumenische Gedanke zeigt sich bei den Gewinnern des ersten Preises: Max und Tom Rumpf sind evangelisch und besuchen die katholische Privatschule Heimschule Lender in Sasbach. Der Beauftragte der katholischen Kirche beim SWR, Peter Kottlorz, lobte im Namen der Jury, die Brüder hätten mit ihrer Arbeit „Ruhe sanft?“ über den jüdischen Friedhof Bühl, den Stadtfriedhof Achern, den Friedhof Illenau und den Friedwald Rheinau einen beachtlichen regionalgeschichtlichen Beitrag auf wissenschaftlichem Niveau vorgelegt. Der erste Preis ist mit 500 Euro dotiert.

„Barmherzigkeit – ein vergessenes Substantiv?“ hieß die Arbeit von Elias Hoffbauer, die von einem Gemälde van Goghs ausgehend nach dem Stellenwert der Barmherzigkeit im Kontext des heutigen Sozialstaats fragt. Hoffbauer erhielt den mit 300 Euro dotierten zweiten Preis. Die drei dritten Preise (je 200 Euro) gingen an Johanna Boch (Käthe-Kollwitz-Schule Bruchsal), die sich mit christlichen Motiven in dem Film „Der König von Narnia“ beschäftigte, an Michaela Mokry (Hellenstein-Gymnasium Heidenheim) für ihre Auseinandersetzung mit dem katholischen Kirchenlied als Teil der Liturgie, sowie an Hannah Rohde (St. Raphael Gymnasium Heidelberg) für die Arbeit „Die Thesen Peter Singers – Euthanasie in der Diskussion“.

Insgesamt reichten in diesem Jahr 61 Schülerinnen und Schüler aus der Kursstufe der allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien 47 Arbeiten ein. Sechs von ihnen erhielten einen Buchpreis: Anna-Lena Aigner, Stefanie Sailer und Mirijam Schüz vom Eugen-Bolz-Gymnasium Rottenburg; Anne Hermle und Annsophie Wernecke vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Gundelfingen; Sophie Loose vom Quenstedt-Gymnasium Mössingen; Jennifer Rech vom Gymnasium Walldorf; Katharina Schmidt und Annika Stopp von der Heimschule Lender sowie Michelle Woroniak von der Käthe-Kollwitz-Schule in Bruchsal.

Einen Sonderpreis sprach die Jury Florian Lift zu (Martin-Schongauer-Gymnasium Breisach), der einen Führer für die Gründlinger St.-Michael-Kirche geschrieben hat.

 

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