„Für mich geht ein Traum in Erfüllung“

Evangelische Landeskirche Württemberg

Vor fast 75 Jahren wurde in der Reichspogromnacht die Ulmer Synagoge von den Nazis zerstört. Mit der Eröffnung der neuen Synagoge am ersten Adventssonntag geht nun für Rabbiner Shneur Trebnik ein Traum in Erfüllung. Für ihn persönlich sei es ein Zeichen, dass er, seine Familie und jüdisches Leben in der Stadt willkommen sind: „Jedes jüdische Gemeindemitglied in Ulm hat sicher das gleiche Gefühl“.

Etwa 450 Juden leben heute in Ulm und Umgebung. Sie finden in der neuen Synagoge unweit des Ulmer Münsters nicht nur einen Gottesdienst- und Gebetsraum. Auch ein Veranstaltungssaal, eine Bibliothek, Jugendräume, Kindergarten sowie eine „Mikwe“, ein rituelles Tauchbad, sind in dem Gebäude untergebracht. Von außen sieht der 17 Meter hohe Neubau mit der hellen Natursteinfassade fast wie ein Würfel aus. Besonders auffällig ist ein großes Eckfenster aus 85 Davidsternen. Es zeigt Richtung Jerusalem.

Für den Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner wird mit der neuen Synagoge auch ein „neues Kapitel“ in der jüdischen Geschichte der Stadt aufgeschlagen: „Es ist ein Zeichen, dass sich die jüdische Gemeinde in Ulm etabliert hat.“ Außerdem sei es für die Stadt wichtig, dass die neue Synagoge unmittelbar an dem Ort stehe, wo auch früher schon eine Synagoge stand. Bis zur Reichspogromnacht 1938.


Weitere Informationen:

http://www.irgw.de

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