Nur durch eine Messingplatte getrennt

Zwei rote Rosen hat Horst-Dieter Haker seiner Frau diesmal mitgebracht. Zärtlich streichen seine Finger über die Messingplatte an der Wand. „Edith Haker“ steht dort in schlichten Buchstaben eingraviert. Unter dem Namen das Geburts- und Sterbedatum. Am 24. Januar 2011 ist seine Frau an einem bösartiger Hirntumor gestorben. Sie war 64. Fast jeden Tag kommt Haker in die Kolumbariumskirche „Heilige Familie“ in Osnabrück. Dann sitzt er auf dem Hocker vor der Urnennische und liest Gebete im „Gotteslob“. „Hier bin ich meiner Frau ganz nahe“, sagt er: „Nur wenige Zentimeter trennen mich von ihr.“
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Evangelische Kirche in Deutschland: Editorials

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