Internationalisierung erfolgreich abgeschlossen

Evangelische Landeskirche Württemberg

Herrenberg/Stuttgart. Die erste Vollversammlung der Evangelischen Mission in  Solidarität (EMS) hat am 10. November 2012  einstimmig ihre Leitung neu gewählt. Vorsitzende der Vollversammlung und des Missionsrats ist Marianne Wagner, Pfarrerin für Weltmission und Ökumene der Evangelischen Kirche der Pfalz, Stellvertreter sind Dr. Habib Badr, Leitender Pfarrer der Nationalen Evangelischen Kirche von Beirut (Libanon) und Kirchenrat Klaus Rieth, Leiter des Referats Mission, Ökumene und Entwicklungszusammenarbeit der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. 

„Zum ersten Mal in der 40-jährigen Geschichte der EMS-Gemeinschaft konnten sämtliche Mitglieder in  Europa, Asien, Afrika und dem Nahen Osten ihre Leitung wählen und auch einen Wirtschaftsplan gemeinsam verabschieden“, so Marianne Wagner. Die Anfang 2012 in Kraft getretene neue Verfassung hebt die bisherige Trennung zwischen stimmberechtigen Mitgliedern in Deutschland und der Schweiz und Partnern im Ausland auf. Alle Mitglieder sind nun juristisch gleichberechtigt und haben das aktive und passive Wahlrecht.

„Ich habe in der Vollversammlung eine große Aufbruchsstimmung verspürt. Die Mitglieder wollen den eingeschlagenen Weg zur gemeinsamen Verantwortung und Mitbestimmung konsequent weitergehen. Nun liegt es an uns allen, in unseren Kirchen und Missionen das enorme Potential der neuen Evangelischen Mission in Solidarität für unser Zeugnis von Jesus Christus zu nutzen“, äußert sich die neue Vorsitzende zuversichtlich.

Der Missionsrat hat die Aufgabe, Grundsatzbeschlüsse der Vollversammlung umzusetzen. Die drei Vorsitzenden bilden das Präsidium, das die EMS nach außen repräsentiert. Von den 17 Missionsratsmitgliedern kommen acht aus Kirchen in Afrika, Asien und dem Nahen Osten, sechs aus Kirchen in Deutschland und drei aus Missionsgesellschaften. Die EMS-Gemeinschaft umfasst insgesamt 28 Kirchen und Missionsgesellschaften auf drei Kontinenten.

Die Vollversammlung hat auch den Finanzausschuss und den Nominierungsausschuss gewählt. Die beiden international besetzten Gremien beraten die Vollversammlung in Haushaltsfragen und Finanzangelegenheiten und bereiten Wahlen vor. Einstimmig wurde die Jahresrechnung 2011 in Höhe von 7,6 Mio. Euro angenommen sowie der Wirtschaftsplan für 2013 und 2014 in Höhe von jeweils rund 6,8 Mio. Euro verabschiedet.

Die EMS-Gemeinschaft hat für die beiden nächsten Jahre Schwerpunktbereiche festgelegt, die für alle Mitglieder von besonderer Bedeutung sind. So sollen Evangelisation und interreligiöser Dialog, etwa in  Indonesien, und das Engagement für Frieden und Gerechtigkeit auf der koreanischen Halbinsel oder im Nahen Osten, gestärkt werden. Für die missionstheologische Aus- und Weiterbildung sind Fachtagungen geplant. Mit den Netzwerken für Frauen und für Jugend sind internationale Konsultationen vorgesehen, und beim Personalaustausch gilt den Freiwilligenprogrammen sowie den ökumenischen Studienprogrammen besondere Aufmerksamkeit.

Im Rahmen der Vollversammlung wurde auch Pfarrer Bernhard Dinkelaker von der internationalen EMS-Gemeinschaft als Generalsekretär verabschiedet. Er geht nach 20 Jahren Mitarbeit Ende 2012 in den Ruhestand. Anfang 2013 wird Pfarrer Jürgen Reichel seine Nachfolge antreten.

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