Tübinger spenden mehr als 100.000 Euro für Stiftskirchensanierung

Evangelische Landeskirche Württemberg

Durch die Unterstützung von rund 500 privaten Spendern, darunter zuletzt drei Großspendern, konnte die Spendenaktion "2für1" zugunsten der Außensanierung der Tübinger Stiftskirche erfolgreich abgeschlossen werden: Den jetzt überschrittenen Spendenbetrag von 100.000 Euro verdoppelt die Stadt aus ihrem Haushalt auf 200.000 Euro. Ohne städtische Unterstützung muss die Stiftskirche nun noch eine Finanzierungslücke von rund 60.000 Euro schließen; dazu bittet Pfarrer Dr. Karl Theodor Kleinknecht weiter um Spenden.

 

„Ich bin freudig überrascht von der überaus schnellen und großzügigen Hilfe“, sagte Oberbürgermeister Boris Palmer. Seit Weihnachten 2011 sind 109.000 Euro gespendet und von der Stadt auf 209.000 Euro erhöht worden. „Die Spendenbereitschaft zeigt eindrucksvoll, wie sehr den Tübingerinnen und Tübingern das schönste und größte Gebäude der Altstadt am Herzen liegt – sei es als Gotteshaus, als Ort der Einkehr oder als Tübingens wunderbarster Konzertsaal“. Gemeinsam mit Stiftskirchenpfarrer Dr. Kleinknecht dankte er der Bürgerschaft, dem Gemeinderat und allen Organisationen, die in nur neun Monaten diese Summe zusammengetragen haben.

 

Das Engagement der Bausparkasse Schwäbisch Hall erläutert Vertriebsdirektor Ulrich Kotzian: „Als größte deutsche Bausparkasse wollen wir zeigen, dass wir gemeinsam mit den Genossenschaftsbanken unserer gesellschaftlichen Verantwortung in der Region gerecht werden“. Eberhard Heim, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Tübingen, ergänzt: „Als wir erfahren haben, dass die Stiftskirche Tübingen als eines von bundesweit nur 50 sozialen Projekten bzw. Einrichtungen durch die Bausparkasse Schwäbisch Hall mit 5.000 Euro gefördert wird, hat sich die Volksbank Tübingen spontan bereit erklärt, die Sanierung der Stiftskirche ebenfalls mit 5.000 Euro zu unterstützen."

 

Auf eine unliebsame Überraschung, welche die Sanierung noch einmal verteuert, stießen die Arbeiter erst in diesem Jahr. Pfarrer Kleinknecht berichtet: „Als wir auf der Holzmarktseite das Dach im unteren Teil öffneten, um den oberen Teil der Mauern zu sanieren, mussten wir feststellen, dass zahlreiche Dachbalken morsch waren. Alter Insektenfraß und frühere Wasserschäden haben die Hölzer auf eine Länge von einem Meter und mehr brüchig werden lassen.“

 

Jetzt hofft die Stiftskirchengemeinde auf weitere Spenden. „Auch wenn die Arbeiten gleich mit erledigt werden konnten, verursachten sie dennoch zusätzliche Kosten in Höhe von 60.000 Euro“, erläutert Kleinknecht. „Das Motto der 2für1-Aktion – Gemeinsam schließen wir die Lücke – bleibt also noch eine Weile gültig“, betont er und appelliert an die Tübingerinnen und Tübinger, die Stiftskirche auch auf diesem letzten Abschnitt der Sanierung noch zu begleiten und zu unterstützen.

 

Seit 2008 wird die Stiftskirche mit einem Aufwand von rund 1,5 Millionen Euro saniert. Die letzte Sanierung aus dem Jahr 1934 hatte ungeahnte Spätfolgen nach sich gezogen: Etwa 2.000 Metallplatten, die damals in die Fugen eingefügt wurden, waren korrodiert und beschädigten den Stein. Deshalb mussten die ursprünglichen Reparaturpläne erweitert und die Kirche von außen rundum saniert werden, um gefährliche Folgeschäden zu verhindern. Zahlreiche weitere „Überraschungen“, bei denen erhebliche zunächst verborgene Schäden entdeckt wurden, verzögerten und verteuerten den Bauablauf.

 

Sabine Schmincke, Pressesprecherin der Stadt Tübingen
Peter Steinle, Pressepfarrer

 

Spendenkonten:
Kreissparkasse Tübingen, Kontonummer 555 8100 (Stiftung Stiftskirche)

Volksbank Tübingen, Kontonummer 1 416 006 (Universitätsstadt Tübingen)

Kreissparkasse Tübingen, Kontonummer 426 (Universitätsstadt Tübingen)

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