Syrien: Schutz der Zivilbevölkerung gefordert

Evangelische Landeskirche Württemberg

Die humanitäre Lage in Syrien verschlechtert sich von Tag zu Tag. Der Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, Martin Kessler, betont, dass ohne eine einheitliche Linie der internationalen Gemeinschaft eine Konfliktlösung in weiter Ferne steht und sich die Kämpfe ausweiten. Die Diakonie Katastrophenhilfe appelliert an die Konfliktparteien, das humanitäre Völkerrecht zu beachten. Es sieht ausdrücklich den Schutz der Zivilbevölkerung vor. Danach muss auch die Versorgung der vom Konflikt Betroffenen gewährleistet werden. Dies ist nach Ansicht des evangelischen Hilfswerks nur sehr eingeschränkt möglich. Das Hilfswerk unterstützt syrische Flüchtlinge in den Nachbarländern Jordanien, Libanon und Irak.

Kessler beklagt, dass in den Medien vor allem über den militärischen Konflikt berichtet wird. "Die Lage der Menschen kommt dabei viel zu wenig in den Blick. Sie sind enormen Einschränkungen, Bedrohungen und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt", betonte Kessler.

Bis zu einer halben Million Menschen sind im Land auf der Flucht. Daneben sind nach UN-Angaben mehr als 120.000 Menschen in die Nachbarländer geflohen, viele davon in die Türkei. In Jordanien, im Libanon und im Irak unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe Flüchtlinge aus Syrien, vor allem über das globale kirchliche Hilfsnetzwerk ACT Alliance.

Die Flüchtlinge brauchen jetzt nach Einschätzung der Diakonie Katastrophenhilfe die Dinge des täglichen Bedarfs, damit sie überleben können. Sie haben meist keine Mittel mehr, um sich selbst zu versorgen, berichten die Partnerorganisationen des evangelischen Hilfswerks. Oft haben sie kaum etwas von zu Hause mitnehmen können.

Zusammen mit lokalen Partnern versorgt die Diakonie Katastrophenhilfe derzeit rund 28.000 syrische Flüchtlinge mit Hilfspaketen, die neben Nahrungsmitteln auch Kleidung, Bettwäsche, Hygieneartikel und Haushaltsbedarf beinhalten. Über das Netzwerk der ACT Alliance wird die Hilfe für die Flüchtlinge koordiniert.

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