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"Wir brauchen Profis für die Kitas, keine Hilfskräfte"

Evangelische Landeskirche Württemberg

"Wir benötigen dringend zusätzliche gut qualifizierte und motivierte Fachkräfte für die Kindertagesbetreuung. Das setzt aber voraus, dass auf zwangsweise Umschulungen und verkürzte Ausbildungen verzichtet wird",  sagt Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier zur  aktuellen Diskussion um die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen für den Erzieherberuf.
 
Der Erzieherberuf erfordert persönliche Eignung, Motivation sowie Interesse an der Arbeit mit Kindern und Eltern. Diese Voraussetzungen sind nach Ansicht der Diakonie auch bei der Suche nach geeigneten Fachkräften zu beachten.

"Langzeitarbeitslose sollten über ein Praktikum prüfen, ob dieser Beruf ihren Vorstellungen entspricht und sie für die Erzieherausbildung geeignet sind", betont Stockmeier. Sonst komme es ebenso schnell wieder zu beruflichen Ausstiegen, zu Frustration bei den Auszubildenden und Fachkräften, sowie zu enormen Belastungen der Ausbildungsstätten und Einrichtungen, warnt der Diakonie-Präsident.
 
Der Diakonie Bundesverband unterstützte alle Strategien, die zu einer  breiten Gewinnung zusätzlicher Fachkräfte führen. Dazu gehöre auch die gezielte Förderung von Quereinsteigern in den Beruf, die gezielte Ansprache von Berufsrückkehrern, Sozialpädagogen und auch fachfremden Personen, die bereits eine andere Ausbildung absolviert haben und über Berufserfahrung verfügen.
 
"Die  Bundesagentur für Arbeit muss dafür sorgen, dass die Ausbildung von Quereinsteigern den Standards der regulären Fachschulausbildung genügt", sagt Stockmeier. Gleichzeitig warnt er davor, auf niedrigerem Niveau neue Schmalspurausbildungen im Bereich der Kindertagesbetreuung einzuführen. "Wir brauchen Profis für die Kitas, keine Hilfskräfte", sagt Präsident Stockmeier.

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