Diakon Horst Haar erhält goldenes Kronenkreuz zum Abschied

Evangelische Landeskirche Württemberg

Diakon Horst Haar ist in den Vorruhestand verabschiedet worden nach 33-jährigem Dienst im Diakonischen Werk Tübingen, davon die letzten 24 Jahre als dessen Geschäftsführer. Bei einem Festakt am Montag, 9. Juli im Haus der Kirche erhielt der 62-Jährige als Dank für sein diakonisches Engagement das Diakonie-Kronenkreuz in Gold aus den Händen des Vorstandsvorsitzenden des Diakonischen Werks Württemberg, Oberkirchenrat Dieter Kaufmann.

 

Dass die Diakonie wieder stärker in den Kirchengemeinden verankert sei und dass es in Tübingen eine Vesperkirche gebe, zählte Oberkirchenrat Kaufmann zu den Verdiensten Horst Haars. „Für Sie galt immer der Leitspruch: Kirche ist nicht Kirche, wenn sie nicht diakonische Kirche ist“, sagte der Diakonie-Chef. Dekanin Dr. Marie-Luise Kling-de Lazzer betonte, Haar habe sich besonders für die Allgemeine Sozialberatung engagiert, als sich die öffentliche Hand ganz aus deren Finanzierung zurückgezogen habe: „Nach wie vor halten Sie es für wichtig, dass es eine solche allgemeine Anlaufstelle gibt, vergleichbar dem Hausarzt, von wo aus an die Fachstellen weiterverwiesen werden kann.“ Landrat Joachim Walter überbrachte seinen persönlichen Dank und den des Landkreises. Er bezog sich auf die Anfänge von Haars beruflicher Laufbahn, als er fragte: „Wer kann schon von sich sagen, dass er vom Mechaniker im Autohaus zum Mechaniker im Fuhrpark des Herrn geworden ist?“

 

Horst Haar ist 1950 in Tübingen geboren. Nach dem Volksschulabschluss absolvierte er eine Mechanikerlehre und arbeitete weitere drei Jahre in diesem Beruf. Er besuchte die Abendrealschule in Rottenburg und ließ sich auf der Diakonie-Fachschule auf der Karlshöhe in Ludwigsburg zum Diakon und Religionspädagogen ausbilden. An der evangelischen Fachhochschule Reutlingen studierte er anschließend Sozialpädagogik und schloss 1979 mit dem Diplom ab. Seitdem arbeitete Horst Haar im Diakonischen Werk Tübingen; zunächst in der Ehe-, Familien- und Lebensberatung, seit 1988 auch als Geschäftsführer. Im Ehrenamt ist er seit 1996 Kirchengemeinderat in seiner Heimatgemeinde Remmingsheim; seit 2001 sitzt er für den Gesprächskreis „Lebendige Gemeinde“ in der württembergischen evangelischen Landessynode.

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