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Den Creglinger Marienaltar sehen wie im Mittelalter
Evangelische Landeskirche Württemberg
Creglingen (epd). Den kunsthistorisch bedeutsamen Marienalter Tilman Riemenschneiders in der Creglinger Herrgottskirche können die Besucher eine Woche lang unter natürlichen Lichtverhältnissen erleben. Von 8. bis 17. Juli wird dort zwischen 16 und 17 Uhr die elektrische Beleuchtung abgeschaltet, teilte die evangelische Kirchengemeinde Creglingen (Main-Tauber-Kreis) am Dienstag mit. Dann ist das Kunstwerk aus Lindenholz so zu sehen, wie Riemenschneider (um 1460 bis 1531) und die Gottesdienstbesucher vergangener Jahrhunderte es gesehen haben.
Riemenschneider, der als einer der bedeutendsten Schnitzer und Bildhauer in der Zeit um 1500 zwischen Spätgotik und Renaissance gilt, nutzt am Marienaltar Lichteffekte, die im Zusammenspiel mit den kleinen Fenstern der Kirche und der Wanderung des Sonnenlichts gegeben sind. Die Wirkung von Holz, Raumeindruck und der detaillierten Ausarbeitungen verändere sich mit den wandernden Lichtstrahlen auf faszinierende Weise, schreibt Pfarrer Thomas Burk.
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