Bundesweit bestes Spendenergebnis kommt aus Baden-Württemberg

Evangelische Landeskirche Württemberg

Stuttgart/Karlsruhe. Rund 12 Millionen Euro haben die Baden-Württemberger im vergangenen Jahr für die diakonische Aktion „Brot für die Welt“ gespendet. Rund 7,4 Millionen Euro kamen aus Württemberg, 4,6 Millionen Euro aus Baden. Damit hat Baden-Württemberg bundesweit das beste Spendenergebnis insgesamt. Allerdings wurden im Vergleich zum Vorjahr rund 230 000 Euro weniger gesammelt. Am Dienstag, 12. Juni, wurden bei einer Bilanz-Pressekonferenz der Jahresbericht und das Spendenergebnis für das Jahr 2011 bekannt gegeben. Danach wurden insgesamt mehr als 56 Millionen Euro in Deutschland für die diakonische Aktion gespendet.

Die 53. Aktion von „Brot für die Welt“ wurde in der Adventszeit 2011 eröffnet und trägt den Titel „Land zum Leben – Grund zur Hoffnung“. „Rund eine Milliarde Menschen hungern weltweit, 80 Prozent der Hungernden leben auf dem Land. Sie hungern, weil sie nicht genügend Land haben, sich selbst zu versorgen. Die Schere, die aufgeht – Reiche werden reicher, Arme werden ärmer – schneidet alle“, so die Oberkirchenräte Dieter Kaufmann und Urs Keller, Vorstandsvorsitzende der württembergischen und badischen Diakonie und Landesstellen „Brot für die Welt“.

„Brot für die Welt“ unterstützt beispielsweise die Evangelische Kirche in Burkina Faso bei Programmen zur Ernährungssicherung, eine Grundvoraussetzung, damit Kinder bessere Überlebenschancen haben. „Überleben im Klimawandel ist bei uns eine tägliche Übung“, erklärte Pasteur Etienne Bazié, Leiter des Entwicklungshilfebüros der evangelischen Kirche in Burkina Faso. 85 Prozent der Menschen in dem westafrikanischen Land leben von der Tierzucht oder Landwirtschaft. Der kirchliche Entwicklungsdienst unterstützt deshalb neben der Alphabetisierung Bauern beim Errichten von Steinwänden, um die Felder von Wind zu schützen oder beim Bau von Brunnen oder Düngegruben. Damit hat sich der Ertrag der Ernten bei vielen Kleinerbauern so stark gesteigert, dass ein Teil der Ernte verkauft werden und Kindern zur Schule geschickt werden können. Auch das Thema „Land Grabbing“ beschäftigt „Brot für die Welt“. Landraub stürzt viele Menschen in Armut. Beispielsweise in Chhota Guntia, einem Dorf in Indien. Eine internationale Firma will den Bauern ihr fruchtbares Land wegnehmen, um rücksichtslos Rohstoffe auszubeuten. „Brot für die Welt“ unterstützt den Widerstand – bisher erfolgreich: 10.000 Menschen in 16 Dörfern konnte so ihre Existenz sichern. „Wir sind aufgestanden, das gibt Vertrauen in die Zukunft“, so ein Bürgermeister. Denn „Wo und wovon sollen wir ohne unser Land leben?“.

In der Adventszeit beginnt die 54. Aktion von „Brot für die Welt“. Sie steht nochmals unter dem Motto „Land zum Leben – Grund zur Hoffnung.“ Die bundesweite Eröffnung findet dieses Jahr in Stuttgart statt. Der Festgottesdienst zur Eröffnung wird am 1. Advent in der Stiftskirche gefeiert und von der ARD übertragen.

Quelle: Diakonisches Werk Württemberg

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