Schülermentoren freuen sich über 15 neue Fahrräder

Evangelische Landeskirche Württemberg

Das erste von 15 Fahrrädern haben die Sportmentoren der Maria-Sybilla-Merian-Realschule Dußlingen am Dienstag, 22. Mai entgegengenommen aus den Händen von Ulrich Fillies, dem Leiter des Radclubs Deutschland. Diesen Preis im Wert von knapp 10.000 Euro hatte die Schule bei einem Wettbewerb des Radclubs gewonnen aufgrund ihres vorbildlichen Engagements für das Radfahren. Bundesweit hatten sich 50 Schulen beworben, zehn kommen jetzt in den Genuss kostenloser neuer Fahrräder.

 

Anlässlich der Preisübergabe präsentierten die Schule und das Evangelische Jugendwerk Bezirk Tübingen ihr gemeinsames Schülermentorenprojekt in Gegenwart von Bürgermeister Thomas Hölsch, Vertretern des staatlichen Schulamtes und des Regierungspräsidiums sowie der Schüler und Lehrer. „Unser Modell ist in Württemberg einmalig“, erläuterte der Geschäftsführende Referent des Evangelischen Jugendwerks Bezirk Tübingen, Frank Wurster: „In unserem Projekt bilden wir sowohl Sozialmentoren, Sportmentoren als auch Streitschlichter aus“. Seit dem Projektbeginn im Jahr 2008 seien 35 Schülermentoren in der Dußlinger Realschule im Einsatz, zwei weitere Kooperationsprojekte mit dem Evangelischen Jugendwerk liefen in Tübingen-Derendingen und Pliezhausen.

 

Schüler der Klassen sieben und acht können sich freiwillig innerhalb von zwei Jahren im Evangelischen Jugendwerk ausbilden lassen zu Schülermentoren. In mehrtägigen Seminaren lernen sie Konfliktmanagement, eigenes Rollenverhalten, Rechtsfragen und Erste Hilfe. Ziele der Ausbildung seien die Stärkung der Sozialkompetenz sowie die Entwicklung von Eigeninitiative und Zuverlässigkeit, erläuterte Frank Wurster. An der Schule kommen die Mentoren dann in drei Tätigkeitsfeldern zum Einsatz: Die Sozialmentoren bieten Arbeitsgemeinschaften für Fünft- und Sechstklässler an. Wahlweise stehen Tanzen, Kochen, Basteln, Theater oder Hausaufgabenbetreuung auf dem Programm. Die Streitschlichter demonstrierten ihr Einsatzgebiet in einem Rollenspiel. Eine gespielte Konfliktsituation zwischen Schülern endete mit dem Appell der Streitschlichter: „Ihr könnt das Problem entweder mit uns und den Betroffenen lösen – oder mit den Lehrern.“ Die Sportmentoren schließlich bieten Kletterkurse und Fahrradausfahrten an – letztere finden künftig auf den neu gewonnenen Zweirädern statt.

 

„Ich bin richtig stolz auf das Projekt“, bekannte Schulleiter Michael Schönfeld: „Das Evangelische Jugendwerk ist für uns ein ganz wichtiger Partner, dem ich besonderen Dank ausspreche.“ Ute Schuler vom Regierungspräsidium Tübingen bezeichnete das Evangelische Jugendwerk als „kompetenten Kooperationspartner, der eine ganz fundierte Ausbildung anbietet.“ Für Jugendreferent Frank Wurster ist die Kooperation „eine win-win-Situation: Die Schule bekommt durch uns fitte Schülermentoren, und wir können eine Brücke schlagen zwischen Schule und Kirchengemeinden.“ So hätten sich Schülermentoren freiwillig schon bei Bezirksjungschartagen oder jüngst beim Evangelischen Bezirkskirchentag engagiert. 

 

http://www.evangelischer-kirchenbezirk-tuebingen.de

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