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Vatertag auf Kaperfahrt

Koch meint…

Zugegeben: Christi Himmelfahrt ist ein sperriger Feiertag. Aber soll man ihn deshalb durch einen promilligen Vatertag kapern lassen? Nein, meint Koch, und sagt auch warum.

Weil die Himmelfahrt von Jesus erstens wichtig ist. Wichtig genug, um einen festen Platz im Apostolischen Glaubensbekenntnis zu haben: „Aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.“ Was aber im Glaubensbekenntnis steht, hat einen Feiertag verdient.

Weil Himmelfahrt zweitens zu unserer christlich-abendländischen Kultur dazugehört. Die viele wegen des Islam untergehen sehen. Dabei droht die eigentliche Gefahr von innen und heißt Gleichgültigkeit. Jedenfalls darf, wem besagte Kultur am Herzen liegt, nicht gleichzeitig Himmelfahrt in die Tonne kicken.

Und weil drittens Himmelfahrt und Vatertag zwei paar Stiefel sind. Aus denen zwar durchaus auch ein einziger Schuh werden kann, zum Beispiel so: erst Gottesdienst im Grünen, danach Familienausflug. Saufen aber gehört nicht dazu.

Weshalb es – aus Gründen eins, zwei und drei – an der Zeit ist, Himmelfahrt zu schützen und die Kaperfahrt des Vatertags zu stoppen. Dabei wäre schon ein Anfang gemacht, wenn die Medien nicht mehr beides in eins setzen würden – oder mehr. Ein Happy End für Himmelfahrt aber kann es nur geben, wenn wir Christen selbst uns wieder darauf besinnen, warum der Donnerstag 40 Tage nach Ostern ein Feiertag ist. Der Grund dafür ist nicht der Vatertag.

Apropos Vatertag: Ich hab ja gar nichts gegen ihn. Nur finde ich, wir Väter haben Besseres verdient als den Vatertag in seiner gegenwärtigen Form. Und dieses Bessere geht wie Muttertag und gern als gemeinsamer Elterntag auch an einem ganz normalen Sonntag. Christi Himmelfahrt braucht es dazu nicht.

Das meint Koch. Und was meinen Sie?


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