Kirchliche Referenten für Social Media gefordert

Evangelische Landeskirche Württemberg

"Die Kirche solle die Menschen dafür sensibilisieren, dass sie wissen, was geschieht, wenn sie mit Nutzungsbedingungen im Internet einverstanden sind." Das sagte Prof. Dr. Bernd-Michael Haese bei der Jahrestagung der Konferenz Evangelischer Bildungseinrichtungen in Bad Boll. "Denn: Wer hat schon die Zeit, sich diese unzählbaren Seiten wirklich durchzulesen?" Die Nutzer gäben heutzutage viel schneller, ohne viel darüber nachzudenken, persönliche Daten preis. Haese betonte außerdem, wie wichtig es sei, Referenten im Social-Media-Bereich zu haben, die solche Fragen mit ausreichend Hintergrundwissen beantworten können.

Thema der diesjährigen Versammlung im Tagungszentrum der Evang. Akademie Bad Boll: "Das Web 2.0 und die Zirkulation des religiösen Bewusstseins im Internet."

Prof. Dr. Wolfgang Stock erklärte am Beispiel von Facebook, dass der Trend im Internet hin zur Bildsprache gehe. Text oder Fakten nähmen online nicht die Hauptrolle bei der Kommunikation ein, sondern Fotos, Videos und Lesehinweise in Form von Verlinkungen.

Der Konferenz gehören die Leiterinnen und Leiter aller Bildungseinrichtungen der Evang. Landeskirche in Württemberg an. Darunter beispielsweise die Evang. Hochschule in Ludwigsburg, das Seelsorgeinstitut, die Evang. Frauen in Württemberg und viele weitere. Zudem eingeladen wurden die Vertreterinnen und Vertreter der Kirchenleitung.

Die Teilnehmer gingen in zahlreichen Vorträgen und Workshops der Frage nach, welche religiösen Diskurse und Praktiken im Netz stattfinden. Weiter wurde diskutiert, wie das Web 2.0 Religiosität bildet und beeinflusst.

Zum Abschluss der Tagung fand ein "Markt der Möglichkeiten" statt. Dieser stellte keine Leistungsschau der einzelnen Einrichtungen dar, sondern gab den Teilnehmern einen Raum, auch innerhalb der Einrichtungen zu diskutieren und das in den Vorträgen Gehörte zu verarbeiten.

 

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