Bürger sollen sich mit Hospiz identifizieren

Evangelische Landeskirche Württemberg

Auf den Erlös eines Benefizkonzerts zu Gunsten des ersten stationären Hospizes im Landkreis Esslingen legten die beiden Vereine nochmals je 2500 Euro drauf, so dass insgesamt gut 12.270 Euro zusammenkamen. Aufgetreten waren aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der AG Hospiz Esslingen unter anderem Chor und Band des Rotary Clubs Esslingen unter der Leitung von Reinhart Sauer. Den Erlös des Konzerts übergaben die beiden Clubs an den Förderverein Hospiz Esslingen, damit dieser sie für das Hospizhaus einsetzt. 4.000 Euro hat nun Dr. Hartmann Würz, Vorsitzender des Fördervereins, an Dekan Bernd Weißenborn und Projektleiter Horst-Peter Enge übergeben. Damit wird die Einrichtung eines der acht Gästezimmer finanziert. Der Restbetrag werde ebenfalls dem Hospizhaus zufließen, kündigte Würz an.

 

Weiterhin auf Spenden angewiesen

Der Förderverein hat sich zudem verpflichtet, in den ersten drei Jahren jährlich 30.000 Euro der Betriebskosten zu übernehmen. Weitere 120.000 Euro muss die Gesamtkirchengemeinde aus Spenden aufbringen. Deshalb sei man sowohl für die Einrichtung des Hauses, die rund 300.000 Euro kosten wird, wie auch für den laufenden Betrieb weiterhin auf finanzielle Unterstützung angewiesen, sagte Projektleiter Horst-Peter Enge.

 

Hoffnungszeichen auf dem letzten Weg

Hartmann Würz warb dafür, sich mit der Idee des Hauses zu identifizieren: "Es soll das Hospizhaus der Bürger werden." "Wir brauchen Menschen wie Sie, die uns bei diesem anspruchsvollen Projekt unterstützen", dankte Dekan Bernd Weißenborn für die großzügige Spende. Für ihn soll das Haus nicht nur ein würdevolles Sterben ermöglichen, sondern auch ein "Hoffnungszeichen auf dem letzten Weg" setzen. 

 

Hospiz für Menschen aller Religionen

Reinhart Sauer ist zudem wichtig, dass das Haus auch Entlastung für Angehörige bietet: "Sie können die Sterbenden dort gut aufgehoben sehen." Das stationäre Hospiz solle ein Haus für Menschen aller Religionen, Konfessionen und Kulturen sein und Menschen aus dem ganzen Landkreis offen stehen, ergänzte Citypfarrer Peter Schaal-Ahlers. Man stehe mit dem Hospiz in einer alten Esslinger Tradition, sagte Dekan Weißenborn mit Blick auf die Mönchsorden, die im Mittelalter im städtischen Hospiz Kranke und Sterbende seelsorgerlich begleiteten.

 

http://Hospizhaus

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