"Mein Leben ist schon ziemlich paradox"

Rund 200.000 Juden aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion kamen seit 1991 als sogenannte Kontingentflüchtlinge in die Bundesrepublik. Arkadi Chassin wollte eigentlich nie einer von ihnen werden. Zu sehr hing er an seiner Heimatstadt Odessa. Und nach Deutschland, in das Land der Täter von damals, zog ihn schon gar nichts: Chassin hatte nach dem deutschen Überfall das Elend im jüdischen Ghetto und die Zwangsarbeit im KZ überlebt. Schließlich entschied er sich trotz vieler Bedenken, die Ukraine zu verlassen. Richtig angekommen ist der frühere Seemann und Buchautor bis heute nicht.
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Evangelische Kirche in Deutschland: Editorials

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