Seelsorge bleibt zentrales Anliegen

Evangelische Landeskirche Württemberg

„Nach fast zehn Jahren ist es Zeit, sich nach neuen Aufgaben umzusehen“, sagt Martin Hug. Ihn reizt in Untertürkheim nicht nur die Leitungsfunktion, sondern auch die Tatsache, dass der Ort günstig gelegen ist, weil seine Frau Christine in Fellbach arbeitet.

 

Und noch eines hat Martin Hug im Blick: Er ist in der Parksiedlung aufgewachsen, im Esslinger Georgii-Gymnasium zur Schule gegangen und plant seinen Ruhestand „in dieser schönen Stadt“ zu verbringen. Weil er aber überzeugt ist, dass es sich verbietet, sich in der Gemeinde zur Ruhe zu setzen, in der man als Pfarrer zuletzt tätig war, liegt ein Ortswechsel für ihn auf der Hand. Auch zu seinem „Gütle“ bei der Katharinenlinde hat er es von Untertürkheim aus nicht weiter als bisher. Dort findet er Ausgleich vom oft anstrengenden Pfarrersalltag, wenn er Obst und Gemüse anbaut oder einfach die Seele baumeln lässt.

Als Stellvertreter des Dekans war Martin Hug neben seinen Aufgaben als Gemeindepfarrer Dienstvorgesetzter der Diakone, saß im Vorstand des Evangelischen Bildungswerks im Landkreis und war für die Prädikantenarbeit zuständig. Die Leitungsaufgaben des Dekans übernahm Martin Hug, als nach der Wahl von Dekan Dieter Kaufmann zum Chef der württembergischen Diakonie die Stelle bis zum Amtsantritt von Dekan Bernd Weißenborn neun Monate vakant war.

 

Spannende Zeit der Fusion

 

Eine spannende Zeit war die Vorbereitung der Fusion von Stadt- und Frauenkirchengemeinde 2007. „Das ist gut gelungen“, sagt der Pfarrer. Ein Highlight seiner Zeit in Esslingen sei auch die Begleitung der Thomasmesse gewesen. „Es ist schön, ein solches Team zu haben, das die Arbeit weiterträgt.“ Miteinander  ins Gespräch bringen wollte er verschiedene Generationen und wichtig war ihm auch die Gruppe „60+“, die viele gemeinsame Aktivitäten auf die Beine stellt.

Martin Hug sieht die Seelsorge als Schwerpunkt seiner Arbeit. Deshalb lagen ihm die Besuche bei den rund 1300 Gemeindemitgliedern, für die er in seinem Seelsorgebezirk zuständig war, besonders am Herzen. „Ich habe Freude an der Begegnung mit Menschen und verstehe mich als Bezugsperson und Ansprechpartner für die Mitglieder der Kirchengemeinde.“

 

Mehr Eigenverantwortlichkeit

 

In Untertürkheim wird er rund 2300 Protestanten betreuen. „Ich hoffe, dass ich dennoch intensiv Seelsorge leisten kann“, sagt der Theologe. Dort erwarte ihn eine sehr aktive, ebenfalls fusionierte Gemeinde mit zwei Kirchen, der Stadt- und der Wallmerkirche. „Die eher dörflichen Strukturen des Stuttgarter Vororts reizen mich.“ Auch freue er sich auf mehr Eigenverantwortlichkeit nach fast zehn Jahren als „zweiter Pfarrer“.

Dennoch sagt er Esslingen nicht mit leichtem Herzen adieu. „Der Abschied von den beiden tollen Kirchen, der Stadt- und der Frauenkirche, fällt mir schwer“, gesteht Martin Hug. Ebenso werden ihm die vielen in fast zehn Jahren gewachsenen Beziehungen fehlen.

Verabschiedung am 12. Februar 2012

 

Pfarrer Martin Hug wird am Sonntag, 12. Februar 2012, um 10 Uhr im Gottesdienst in der Esslinger Stadtkirche verabschiedet.

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