"Neue Zeitrechnung" beim Württembergischen Pfarrverein

Evangelische Landeskirche Württemberg

Pfarrer Hartmut Zweigle aus Sindelfingen folgt Schuldekan Christian Buchholz
Mit dem Wechsel des Sekundenzeigers ins neue Jahr 2012 vollzog sich auch ein Wechsel an der Spitze des Evangelischen Pfarrvereins in Württemberg e.V., der weltweit größten berufsständischen Vereinigung von evangelischen Pfarrern und Pfarrerinnen, mit fast 4000 Mitgliedern.
Bereits bei der jährlichen Mitglieder-und Vertrauensleuteversammlung des Vereins hatten die Delegierten aus den 48 Kirchenbezirken der Württembergischen Landeskirche Mitte Oktober in Fellbach ihren neuen Vorsitzenden gewählt:
Pfarrer Hartmut Zweigle, Betriebsseelsorger im Kirchenbezirk Böblingen, wurde mit 54 von 56 gültigen Stimmen (bei zwei Enthaltungen) klar in das Amt des Vorsitzenden gewählt.
Schuldekan i.R. Christian Buchholz, der den Pfarrverein 9 Jahre lang als Vorsitzender geleitet und geprägt hat, hatte schon bei seiner Wiederwahl vor drei Jahren deutlich gemacht: „Ich werde zur Mitte der Legislaturperiode abtreten. Dann bin ich im Ruhestand und gebe den Vorsitz in andere Hände“.
Mit Hartmut Zweigle leitet nun wieder ein Pfarrer aus dem aktiven Dienst die Geschäfte des Pfarrvereins. Neben der berufsständischen Arbeit, Fortbildung und Interessensvertretung für die Themen und Belange der Pfarrerschaft bietet der Pfarrverein seinen Mitgliedern u.a. auch eine Krankheitshilfe, die die Pfarrfamilien im Krankheitsfall absichert.
Der 49jährige Zweigle ist seit neun Jahren Mitglied im Vorstand des Evangelischen Pfarrvereins, verantwortlich auch im Geschäftsführenden Ausschuss, im Anlagenausschuss sowie im Bauausschuss des Vereins.
Den Pfarrberuf als theologischen „Schlüsselberuf“ der evangelischen Kirche zu profilieren, ist Hartmut Zweigles besonderes Anliegen, so versicherte er in seiner Vorstellungsrede vor den Wahlberechtigten in Fellbach.
Dem dreifachen Vater ist aber auch die Zukunftsfähigkeit der Krankheitshilfe für die Pfarrfamilien eine vorrangige Aufgabe seiner Arbeit als Vorsitzender:
"Zentral ist für mich, dass unsere Krankheitshilfe erhalten bleibt. In unserer Krankheitshilfe konkretisiert sich der biblische Satz: ‚Einer trage des anderen Last‘. Das ist der Kerngedanke unserer solidarischen Krankheitshilfe! Deshalb haben wir keine steigenden Beitragssätze bei höherem Alter. Deshalb steigen die Mitgliedsbeiträge bei uns auch nicht, wenn die Pfarrfamilie kinderreich ist."
Unter Hartmut Zweigles Vorsitz bereitet der Pfarrverein sich nun auch auf sein Jubiläum in vier Jahren vor. Dann heißt es: 125 Jahre Evangelischer Pfarrverein.
 

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