Wie kann die Landeskirche klimafreundlicher werden?

Evangelische Landeskirche Württemberg

Die Landeskirche soll klimafreundlicher werden – so hatte es die Landessynode während ihrer Frühjahrstagung 2011 beschlossen. Die Maßnahmen dazu sollen allerdings nicht einfach "von oben" verordnet werden: Vielmehr sind die Ideen, Vorschläge und Wünsche aus den Gemeinden und von Kirchenmitgliedern gefragt. Bis Ostern 2012 können die Beiträge zum Thema Klimaschutz an das Umweltbüro der Landeskirche geschickt werden. http://Zum Online-Formular…

Die Ideen, Vorschläge und Wünsche sollen dann im März und April 2012 bei drei Veranstaltungen diskutiert werden. Am 23. März steht in Esslingen das Thema Gebäude auf dem Programm, am 20. April heißt in Calw das Motto Mobilität, und am 27. März wird in Bad Boll die Beschaffung unter die Lupe genommen.

Im September 2011 startete die Steuerungsgruppe Landeskirchliches Klimaschutzkonzept. In einer ersten Phase wurde eine Bestandsaufnahme gemacht: Welche Daten bereits vorliegen und ausgewertet werden könnnen. Ein Ergebnis: Von rund 350 Gemeindehäusern und 220 Pfarrhäusern liegen exakte Energiegutachen vor. Im Energiemanagement und im Umweltaudit (Grüner Gockel) werden außerdem die Energieverbrauchsdaten von  über 1.500 Gebäuden erfasst, auf die bei Bedarf zurückgegriffen werden kann. Die Forschungsstätte der Evang. Studiengemeinschaft (FEST e.V.) stellt umfangreiches Datenmaterial bereit, mit dessen Hilfe eine CO2-Bilanz erstellt und Einsparvorschläge benannt werden können.

Um zu erfassen, wie viel Treibhausgase die Landeskirche durch die Fahrten der Haupt- und Ehrenamtlichen zu verantworten hat, wurden inzwischen erste Umfragen durchgeführt. Benjamin Held von der FEST stellte bei der Sitzung der landeskirchlichen Steuerungsgruppe im Dezember 2011 erste exemplarische Auswertungen vor. "Sitzungen müssen nicht zwangsläufig in Gemeinderäumen durchgeführt werden, wenn die Anfahrt gut koordiniert wird", sagte Held. "Wenn Fahrgemeinschaften von drei bis vier Personen gebildet werden, entspricht die Belastung durch Treibhausgase dem Wert, der für Zugfahrten berechnet wird", so Held weiter. 

Welche CO2-Belastung durch den Einkauf von Büromaterial, Elektrogeräten, Getränken und Speisen entsteht, ist nicht ganz so einfach zu ermitteln. Bislang wurden hier sehr wenige Daten erhoben. Zudem ist jede Kirchengemeinde anders organisiert. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe empfehlen, zielgerichtet einzelne Kirchengemeinden detailliert zu untersuchen. Dazu werden voraussichtlich einzelne Kirchengemeinden gezielt angefragt. 

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