"Gott rechnet mit uns"

Evangelische Landeskirche Württemberg

"Wir können mit Gott rechnen. Und Gott rechnet mit uns", sagte Wiebke Wähling am vergangenen Freitag (25. November)  in ihrer letzten Predigt, die sie als Dekanin hielt. Die Kirche sei aufgerufen, Geld, Sachverstand und Liebe für ein gutes Zusammenleben der Menschen in der Stadt einzubringen. 

Die Pauluskirche Zuffenhausen war bis auf den letzten Platz besetzt mit Weggefährtinnen und Weggefährten aus 40 Jahren Pfarrdienst. 20 Jahre davon wirkte Wähling in Stuttgart, zunächst ab 1991 als Gemeindepfarrerin in der Cannstatter Steiggemeinde, ab 2001 dann als erste Stuttgarter Dekanin im Kirchenbezirk Zuffenhausen. Dieser ging 2008 in den Evangelischen Kirchenkreis Stuttgart auf. Im Kirchenkreis war Wähling als Dekanin für Diakonie zuständig. Nun wurde Dekanin Wähling in den Ruhestand verabschiedet.

Ihren Ruf als Expertin für kirchliche Sozialarbeit hat Wähling sich in Bad Cannstatt erworben. Dort im Hallschlag war sie Anfang der 90er-Jahre am Aufbau eines Stadtteilzentrums mit Kinderhaus und Arbeitslosenzentrum beteiligt. Als Diakonie-Dekanin koordinierte sie dann die diakonischen Aktivitäten im Kirchenkreis und war Ansprechpartnerin für städtische und andere Gesprächspartner. Die gegenseitige Wahrnehmung der unterschiedlichen diakonischen Akteure in Einrichtungen und Kirchengemeinden lag ihr am Herzen. Mit einer Armutskonferenz (2008) und einem „Blind Date mit der Diakonie“ (2010) förderte sie diese gegenseitige Wahrnehmung. „Die Kirchengemeinden, die Diakonie, der Kirchenkreis und seine Menschen sind ein Zeichen für die Nähe Gottes in der Welt“, sagte sie in ihrer Abschiedspredigt.

Von 1995 bis 2007 gehörte Wähling der württembergischen Landessynode an, von 2001 bis 2007 leitete sie deren Finanzausschuss. Der Stuttgarter Prälat Ulrich Mack bezeichnete die Dekanin als „energisch, zuversichtlich und bestimmt“ und lobte ihre Sensibilität für soziale Herausforderungen.

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