Ein Zelt des wandernden Gottesvolks

Evangelische Landeskirche Württemberg

Nachdem die Bevölkerung im oberen, nördlichen Ortsteil immer mehr wuchs, suchte die Evangelische Kirchengemeinde nach Wegen, die dort wohnenden Gemeindemitglieder besser zu versorgen. Zudem war der Weg in die Klosterkirche am südlichen Ortsrand sehr weit. Eine zweite Kirche sollte gebaut werden. Dazu wurde 1963 ein Kirchenbauverein gegründet, der mehr als 100 Mitglieder hatte und innerhalb von fünf Jahren fast 12 000 Mark sammelte. Mit Unterstützung der bürgerlichen Gemeinde fand sich ein Grundstück am Brandenburger Weg, das genug Platz für eine Kirche, ein Gemeindezentrum, einen Kindergarten und ein Pfarrhaus bot. 1969 wurde der Grundstein gelegt.

 

Bezug zur Klosterkirche

 

Der Entwurf der Kirche stammt vom Stuttgarter Architekten Werner Schulze-Ardey. Schwarze Platten lassen die Kirche von außen wenig einladend wirken. Im Innern ist der offene Kirchenraum durch die hochliegenden Fenster, die den Altarraum beleuchten, jedoch freundlich und hell. Holz und Sichtbeton bestimmen die schlichte und klare Innenraumgestaltung. Die Architektur mit ihrer zeltartigen Dachkonstruktion soll an die Zelte des wandernden Gottesvolks erinnern, der Name nimmt Bezug auf das leere Grab in der Unterkirche der Klosterkirche, das die Auferstehung Christi symbolisiert.

 

Gemeindezentrum bietet vielen Raum

 

1971 wurde die Auferstehungskirche eingeweiht. Sie entwickelte sich mit dem Gemeindezentrum rasch zu einem zentralen Bezugspunkt der Evangelischen Kirchengemeinde. Viele Gruppen, Kreise, Chöre und Ensembles fanden hier Räume. Auch Kunstausstellungen und vielerlei Veranstaltungen finden dort statt. 1989 wurde die Auferstehungskirchengemeinde selbständig. Heute gehören ihr rund 2750 evangelische Christen an.

Jubiläum wird am 16. und 21. Oktober gefeiert

 

Das Jubiläum der Auferstehungskirche wird am Sonntag, 16. Oktober, mit einem Festgottesdienst um 10.30 Uhr gefeiert. Am Freitag, 21. Oktober, findet ab 18.30 Uhr im Gemeindezentrum  ein festlicher Abend statt. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Konzert mit dem Gitarristen Rainer Scheurenbrand und eine Rückblende in Bildern. Diese ist als CD erhältlich. Vorgestellt wird außerdem eine Jubiläumsschrift zur Geschichte der Auferstehungskirche. Während der Festwoche gibt es zudem einen Bücherflohmarkt, der von Montag bis Freitag von 11  bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr geöffnet ist.

Zur Quelle

Schreibe einen Kommentar