100.000-Euro-Förderbeitrag für Dach der Reutlinger Katharinenkirche

Evangelische Landeskirche Württemberg

Die Dachsanierung der neugotischen Katharinenkirche wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit 100.000 Euro gefördert. In Reutlingen habe seine Stiftung noch nie einen größeren Förderbetrag investiert, sagte DSD-Ortskurator Christian Barth bei der symbolischen Scheckübergabe an den Reutlinger evangelischen Dekan Dr. Jürgen Mohr am Montag, 19. September.

 

Die 1887 bis 1890 von Heinrich Dolmetsch auf dem Friedhof „Unter den Linden“ erbaute Kirche erfülle alle Förderkriterien, führte Barth aus. Dazu gehöre neben einem Nutzungskonzept und dem Engagement der Eigentümer auch die Dringlichkeit: Nach Auskunft von Gemeindepfarrerin Ursula Heller haben Nässe, Schimmel, Rost sowie Holzbock- und Ameisenbefall dem Dach so zugesetzt, dass es hereingeregnet hatte und zeitweilig gar Einsturzgefahr drohte. Architektin Sybille Kellhammer betonte, dies sei nicht auf Baumängel zurückzuführen, sondern dem Zahn der Zeit geschuldet.

 

An der im Stil des Historismus gehaltenen Kirche „hängt auch unser Herz“, bekannte Dekan Dr. Jürgen Mohr. Wegen ihrer aufwendigen Innenraumgestaltung wird die Katharinenkirche gerne für Trauungen genutzt. Der jetzt zugesagte Förderbetrag eröffne der Gesamtkirchengemeinde gleichzeitig mehr Spielraum für Sanierungsmaßnahmen auch an anderen Reutlinger Kirchengebäuden, weil sie so nicht unverhältnismäßig viel Geld alleine für die Katharinenkirche aufwenden müsse.

 

Die im Frühjahr 2011 begonnene Sanierung möchte die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Reutlingen binnen Jahresfrist abschließen. An den auf 580.000 Euro kalkulierten Kosten beteiligen sich neben der DSD auch die Evangelische Landeskirche in Württemberg, der Evangelische Kirchenbezirk und die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Reutlingen sowie das Land Baden-Württemberg.

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