Feiern für den guten Zweck

Evangelische Landeskirche Württemberg

Esslingen. Mitarbeiter und Initiatoren des Kastanienfestes in Esslingen-Sulzgries übergaben den Erlös ihres Festes in Höhe von 8.000 Euro. Das Geld geht je zur Hälfte an das Schulprojekt "Ecole de la Solidarité", Dow-Bodié, Guinea und das Hospizhaus Esslingen.  An einem Maisonntag waren unter der großen Kastanie im Thymianweg vor dem Haus von Waltraud und Hans Rapp 200 Gäste zum Feiern zusammengekommen. 17 Helfer hatten das Kastanienfest möglich gemacht. In den zurückliegenden zehn Jahren ist durch das Fest der Anwohner des Thymian- und Salbeiweges und des Raunswiesenwegs die stolze Summe von 50.000 Euro zusammengekommen.

Dekan Bernd Weißenborn dankte den engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Sulzgries im Garten von Waltraud und Hans Rapp, die das Kastanienfest initiiert hatten. "Sie haben ein tolles Engagement gezeigt, indem sie das Nützliche mit dem Menschlichen verbanden.  Das ist das Geheimnis eines funktionierenden Gemeinwesens, dass Menschen das eigene gute Miteinander nutzen, um für andere Gutes zu tun. Das Fest war nicht nur für Sie ein schönes Erlebnis, sondern auch eine Freude für andere Menschen. Dass Ihr Blick  in die Ferne  und in die Nähe reicht, ist bemerkenswert."

Der Projektleiter des Hospizhauses, Horst-Peter Enge, machte deutlich, dass die Spende die komplette Einrichtung eines von acht Zimmern im Hospizhaus ermöglicht. "Weil vor jedem Zimmer im Hospizhaus eine kleine Tafel an die Spender erinnert, haben Sie nun eine bleibende Erinnerung an das Kastanienfest gestiftet." Enge rechnet mit dem Baubeginn des Hospizhauses in der ersten Hälfte des Jahres 2012.

Claudia Müller dankte für die Spende für das Schul- und Gesundheitsprojekt in Guinea. "Das Kastanienfest ist eine feste Stütze für unser Projekt." Erfreut berichtete sie, dass nun ein sauberer Entbindungsraum eingerichtet werden konnte. Bei der Hebamme, die angestellt wurde, sind bereits die ersten Kinder gut auf die Welt gekommen. Im kommenden Jahr soll eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Gesundheitsstation installiert werden, damit im Operationsraum dauerhaft Strom zur Verfügung steht. Die Ärztin freut sich schon auf das Kastanienfest im kommenden Jahr.

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