Gedenken an den 11. September

Evangelische Landeskirche Württemberg

Auf die terroristischen Gewalttaten folgte der „Krieg gegen den Terrorismus“. Gewalt unterschiedlicher Art zerstörte eine große Zahl von Menschenleben, besonders im Irak und in Afghanistan. In ganz Europa führten diese Entwicklungen dazu, dass sich das soziale Klima gegenüber Muslimen verschlechterte. Muslime sahen sich mit zunehmenden Vorurteilen und Intoleranz konfrontiert bis hin zu Diskriminierungen und Anschlägen auf Moscheen. Die Reaktion der norwegischen Bevölkerung auf die Terroranschläge im Sommer 2011 haben aber den einzig möglichen Weg zum Frieden gezeigt: Gemeinsam dem gewalttätigen Missbrauch jeder Religion entgegentreten und für Verständigung öffentlich zusammenstehen.

Die evangelische und katholische Kirchengemeinde Obertürkheim feiern deshalb am 11. September um 18 Uhr in der Andreaskirche (Heidelbeerstr. 5) einen ökumenischen Gedenkgottesdienst „Gegen Gewalt“. Dabei wirkt unter anderen die Pfarrerin Friederike Weltzien mit. Als ehemalige Pfarrerin in Beirut hat sie den 11. September 2001 im Libanon erlebt. Neben Gemeindepfarrer Ralf Vogel werden mit dem evangelischen Schuldekan Manfred Scholl und dem katholische Diakon Alfred Nicklaus zwei Experten für den Islamdialog ihre Gedanken zum schwierigen Weg der Versöhnung und Verständigung beitragen. Musikalisch bringt das Ardey-Saxophonquartett mit seiner facettenreichen Musik Tiefgang und Weite in dieses bewegende und schwere Thema.

Im Anschluss an den Gottesdienst findet um 19.30 Uhr auf dem Rathausplatz in Obertürkheim eine öffentliche Gedenkveranstaltung mit Friedensgebet unter Beteiligung von Vertretern verschiedener Konfessionen, einiger muslimischer Gemeinden, sowie der israelitischen Religionsgemeinde in Württemberg statt. Ein Repräsentant der Stadt Stuttgart und des US-amerikanischen Konsulates wirken mit. Musikalisch umrahmen das Ardey-Saxophonquartett und Musiker der oberen Neckarvororte die Gedenkfeier.

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