Telefonseelsorge Neckar-Alb ab April 2012 mit neuer Leitung

Evangelische Landeskirche Württemberg

Pfarrerin Christiane Schmidt aus Filderstadt wird die neue Leiterin der ökumenischen Telefonseelsorge Neckar-Alb. Die 54-jährige evangelische Theologin und Supervisorin tritt im April 2012 die Nachfolge an von Jutta Scharffenberg, die dann in die zweite Phase ihrer Altersteilzeit geht.

 

„Die Leitungsstelle erfordert theologisch-spirituelle, organisatorische und psychologische Kompetenz“, weiß Christiane Schmidt: „Da kann ich einen Korb reicher Erfahrungen mitbringen.“ Gemeinsam mit dem Team der rund 80 Ehrenamtlichen, für deren Begleitung und Fortbildung sie zuständig sein wird, möchte sie ihre Erfahrungen den Ratsuchenden zu Gute kommen lassen: „Eine Lebenskrise wird als Katastrophe empfunden, wenn man selbst mittendrin ist. Aber als Begleiterin kann man auch Chancen darin entdecken“, weiß sie aus Erfahrung: „In der Krise ist oft der Same für das Neue enthalten, das besser passt als das Alte.“

 

Geboren in Ellwangen (Ostalbkreis), verbrachte Christiane Schmidt ihre Jugend mit ihren Eltern im damals von Apartheid geprägten Südafrika: „Meine Berufung als Theologin habe ich erlebt in unserer Kirche, die der einzige Ort war, an dem die Schwarzen nicht diskriminiert, sondern wie Menschen behandelt wurden.“ Als Studentin lebte sie auch in Indien und in Brasilien, weil sie „erleben wollte, wie das Evangelium in den Basisgemeinden gelebt wird.“ Ab 1991 war sie Pfarrerin und Studienleiterin bei der Basler Mission, ab 1996 theologische Leiterin am Evangelischen Fachseminar für Pflegeberufe in Karlsruhe und seit 2006 ist sie Gemeindepfarrerin und Klinikseelsorgerin in Filderstadt-Plattenhardt. Zusätzlich zu ihrem Theologiestudium hat Christiane Schmidt auch eine Klinische Seelsorgeausbildung, eine Supervisionsausbildung und eine Ausbildung als Geistliche Begleiterin. Mit alledem möchte sie „einzelne Menschen dabei unterstützen, ihren Weg durch’s Leben zu finden im Angesicht Gottes.“

 

Die von beiden Kirchen getragene ökumenische Telefonseelsorge Neckar-Alb bietet mit rund 80 ehrenamtlichen sowie wenigen haupt- und nebenamtlichen Mitarbeitenden ein kostenfreies telefonisches Gesprächsangebot für Menschen in Not. Täglich werden im Tübinger Büro über 30 Telefongespräche geführt mit Anrufenden aus den Landkreisen Tübingen, Reutlingen, Zollernalb und Rottweil; stundenweise werden auch Mobilfunkanrufe aus ganz Deutschland zugeschaltet.

 

http://www.evangelischer-kirchenbezirk-tuebingen.de

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