Landeskirche feiert das 100. Umweltmanagement

Evangelische Landeskirche Württemberg

Stuttgart. „Umweltmanagement ist wie ein Pilgerweg. Etappenweise ist man unterwegs in Richtung Nachhaltigkeit“, erklärte Landesbischof Dr. h.c. Frank Otfried July bei der Umweltmanagmement-Feier am Mittwoch, 27. Juli.

Gefeiert wurde, dass in der Landeskirche drei große Etappenziele erreicht wurden: Mit Flözlingen-Zimmern hat die 100. Kirchengemeinde der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ein Umweltmanagement eingeführt und wurde damit mit dem „Grünen Gockel“ ausgezeichnet. Die Kirchengemeinde Kißlegg im Allgäu und der  Evangelische Oberkirchenrat in Stuttgart erhielten ihre dritten Revalidierungsurkunden der EMAS, da sie seit 2002 ununterbrochen dabei sind. Damit wurde die europaweit erste Kirchengemeinde und die erste oberste Kirchenbehörde für ihr ausdauerndes Umwelthandeln ausgezeichnet.

In seinem Grußwort bedankte sich der Vertreter des baden-württembergischen Umweltministeriums, Ministerialdirektor Helmfried Meinel, für das Engagement der Landeskirche: „Ich halte Ihr Engagement auf diesem Gebiet für herausragend und hoffe, dass der Einsatz der Kirchen als Vorbild für andere gesellschaftliche Akteure dient“, so Meinel.

Als Zeichen, weiterhin nachhaltig zu handeln, wurde durch Landesbischof Frank Otfried July, durch Ministerialdirektor Helmfried Meinel und durch die Direktorin des Evang. Oberkirchenrates, Margit Rupp, eine Elsbeere gepflanzt. Die Elsbeere ist Baum des Jahres 2011, bereits 2009 hat die Landeskirche die Patenschaft für diese seltene Baumart übernommen.

Im Festvortrag betonte Martin Faulstich, dass eine Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen möglich und unumgänglich sei. Benötigt werde dafür eine Veränderung der Gesellschaft, hier seien die Kirchen als Partner und Multiplikatoren gefragt. Martin Faulstich ist Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen, der die Bundesregierung berät. Bereits 2010 wurde von diesem Sachverständigenrat ein vollkommener Umstieg auf erneuerbare Energien empfohlen.

Die europäische Umweltmanagement-Verordnung EMAS (Eco Management and Audit Scheme) steht für die freiwillige Verpflichtung von Betrieben und Organisationen den betrieblichen Umweltschutz zu verbessern. EMAS sieht die Einführung eines Umweltmanagementsystems, die Durchführung einer Umweltbetriebsprüfung und die Veröffentlichung einer Umwelterklärung vor. Alle drei Jahre ist im Regelfall eine Revalidierung nötig und jährlich ist die Umwelterklärung zu aktualisieren. Die Evang. Landeskirche in Württemberg zertifiziert ihre Kirchengemeinden außerdem mit dem kirchlichen Siegel „Grüner Gockel“.
 

Zur Quelle

Schreibe einen Kommentar