Achtköpfige Kirchendelegation aus Kamerun in Tübingen eingetroffen

Evangelische Landeskirche Württemberg

Grüße, Dank und Geschenke hat eine achtköpfige Delegation aus den Kameruner Partner-Kirchenbezirken East Mungo South und West Presbytery am Montag, 11. Juli bei der Sitzung der Bezirkssynode des Evangelischen Kirchenbezirks Tübingen im Stephanus-Gemeindezentrum überbracht. Die drei Frauen und fünf Männer, darunter ein Jugendlicher, waren am selben Tag zu ihrem dreiwöchigen Delegationsbesuch in Tübingen eingetroffen.

 

„East Mungo South Presbytery – Evangelischer Kirchenbezirk Tübingen – On a journey together“ („gemeinsam auf dem Weg“), dieses Bekenntnis hatten die Kameruner auf eine Stoffbahn drucken lassen, die sie als Gastgeschenk überreichten. Einige Delegationsmitglieder trugen an ihrem ersten Besuchstag in Tübingen sogar Gewänder aus diesem Stoff. „Wir sind in Kamerun und Tübingen gemeinsam auf dem Weg“, erklärte die Kirchengemeinderatsvorsitzende Justine Abeng aus Douala dazu in ihrem Grußwort: „Diese Reise soll unsere Partnerschaft weiter festigen.“

Dekan Christian Nganji aus Bafoussam berichtete vom rasanten Wachstum seines im vergangenen Jahr neu eingerichteten Kirchenbezirks West Presbytery, der vorher ein Teil von East Mungo South gewesen war: Nachdem man 2010 mit 22 Kirchengemeinden und sieben Pfarrerinnen und Pfarrern gestartet sei, sei der neue Kirchenbezirk nach anderthalb Jahren schon auf 26 Gemeinden mit zehn Pfarrerinnen und Pfarrern angewachsen. Pfarrer Gala Otto Neba aus Douala überbrachte die Grüße von Dekan Samuel Fonki, der erst in der kommenden Woche in Tübingen eintreffen wird.

 

Besonderen Dank überbrachte Justine Abeng von den Witwen in den Gemeinden: Sie profitieren von einem der gemeinsamen Partnerschaftsprojekte, nämlich einem Fonds, der Kleinkredite zur Existenzgründung vergibt. „Unser Fonds hat wieder Lachen in das Leben der Witwen gebracht, wo es vorher nur Weinen gab“, berichtete sie. Über ein weiteres Partnerschaftsprojekt informierte der Tübinger Pfarrer Dr. Klaus-Dieter Nikischin als Vorsitzender des Bezirksarbeitskreises Kamerun: Bereits zum vierten Mal kann der Evangelische Kirchenbezirk Tübingen Praktikantinnen nach Kamerun schicken. Am 11. September werden Annalena Schiedt aus Ammerbuch-Poltringen und Friederike Wolf aus Kirchentellinsfurt in einem Aussendungsgottesdienst für ein halbes Jahr nach Douala entsandt.

 

Der Evangelische Kirchenbezirk Tübingen pflegt seit acht Jahren eine Partnerschaft mit dem Bezirk East Mungo South der Presbyterianischen Kirche in Kamerun; Dekanatsstadt dort ist Douala. Am 8. Januar 2007 hatten Repräsentanten beider Bezirke den offiziellen Partnerschaftsvertrag unterschrieben. Darin sind neben den wechselseitigen Delegationsbesuchen vier gemeinsame Projektziele genannt: Die Unterstützung beim Kirchenbau, der Witwen-Fonds, der Ausbau kirchlicher Schulen sowie die Einrichtung von Praktikumsplätzen für junge Deutsche in Kamerun. Zum 1. Januar 2010 hatte die Kameruner Kirche den stetig gewachsenen Bezirk East Mungo South geteilt. Dadurch war der neue West-Bezirk mit der Dekanatsstadt Bafoussam entstanden, der seitdem ebenfalls in die Partnerschaft einbezogen ist. Die Kameruner Delegation ist noch bis zum 2. August zu Gast im Evangelischen Kirchenbezirk Tübingen, die Gäste sind untergebracht in Privatquartieren bei Gemeindegliedern in Tübingen, Rottenburg, Wendelsheim, Wachendorf, Poltringen, Kilchberg, Nehren, Lustnau, Dettenhausen und  Kirchentellinsfurt. Dort werden sie an den kommenden drei Sonntagen auch die Gemeindegottesdienste mitgestalten.

 

http://www.evangelischer-kirchenbezirk-tuebingen.de

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